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Werbeanzeigen auf Facebook („Facebook-Ads“) sind für Unternehmen ein sehr effizienter Weg, Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Der größte Vorteil liegt in der genauen Eingrenzung der Zielgruppe, sodass Streuverluste gering sind. Die Werbeanzeige wird genau den Personen angezeigt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf reagieren werden. Die Erstellung der Anzeigen ist relativ unkompliziert, sodass auch Unternehmen ohne Marketingabteilung oder -agentur diesen Marketingkanal für sich nutzen können.

Wenn Sie sich zunächst mit einigen grundsätzlichen Fragen beschäftigen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Beitrag dazu, wie Facebook von Unternehmen genutzt werden kann.

In diesem Beitrag erfahren Sie nun, wie Sie eine erfolgreiche Werbekampagne auf Facebook und Instagram erstellen. Da Instagram ebenfalls zum Facebook-Konzern gehört, können Sie in einem Arbeitsschritt Kampagnen für beide Plattformen erstellen.

Diesen Beitrag haben wir zuletzt im Oktober 2021 komplett überarbeitet und aktualisiert.

Inhaltsverzeichnis

Die Voraussetzungen für erfolgreiche Werbeanzeigen auf Facebook

Damit Sie eine Werbeanzeige auf Facebook erstellen können, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Unternehmensseite auf Facebook

Es muss eine Unternehmensseite auf Facebook existieren. Falls noch keine vorhanden ist, können Sie diese in nur wenigen Minuten anlegen. Einen Instagram-Account benötigen Sie nicht unbedingt, denn auch ohne eigenes Profil können Sie dort Anzeigen ausspielen.

2. Werbekonto einrichten

Das Werbekonto dient der Erstellung und Verwaltung Ihrer Anzeigen sowie der Abrechnung durch Facebook. Sie sollten für Ihr Unternehmen den Business Manager  von Facebook nutzen. Hier können Sie die Unternehmensseite und das Werbekonto für eine oder mehrere Firmen zentral verwalten.

3. Zugriff auf die Unternehmensseite und Werbekonto

Um Werbeanzeigen schalten zu können, brauchen Sie mit Ihrem Facebook-Account Zugriff auf die Facebook-Seite und das Werbekonto Ihres Unternehmens. Falls dies noch nicht der Fall ist, bitten Sie einen Administrator, Ihnen die Rolle als Werbetreibender, Moderator oder Redakteur zuzuweisen.

Strategische Überlegungen zur Planung Ihrer Werbekampagne auf Facebook

Um das beste Ergebnis mit Werbeanzeigen bei Facebook zu erhalten, gibt es eine ideale Möglichkeit: Testen! Testen Sie, was bei Ihrem Produkt und Ihrer Zielgruppe funktioniert. Arbeiten Sie mit verschiedenen Ideen, was den Aufbau der Anzeigen (Texte, Bilder usw.) und die Auswahl der Zielgruppe angeht. So werden Sie schnell sehen, welche Varianten erfolgreich sind und welche nicht.

Unser Tipp: Wenn Sie sich noch ausführlicher mit den Mechanismen zu Testreihen bei Facebook beschäftigen möchten, lesen Sie die Blogbeiträge von Digitalmarketer.com (zum Beispiel diesen Artikel über das Add-Grid) oder hören Sie den Perpetual Traffic Podcast.

Bevor Sie mit der eigentlichen Gestaltung der Anzeigen beginnen, sollten Sie folgende strategische Fragen beantworten:

Was ist Ihr Ziel?

Legen Sie zuerst fest, welches grundsätzliche Ziel Sie haben (z.B.: „Ich möchte, dass Personen mein kostenloses E-Book herunterladen“) und überlegen Sie erst dann, mit welchem der Facebook-Ziele Sie das erreichen können.

Facebook bietet die folgenden Kategorien für Ziele an:

  1. Bekanntheit: Möchten Sie für mehr regionale Bekanntheit Ihrer Produkte sorgen oder einfach Ihre Reichweite erhöhen? Dann ist das die richtige Kategorie für Ihre Kampagne.
  2. Erwägung: Mit der Kategorie „Erwägung“ können Sie dafür sorgen, dass sich Menschen über Ihr Unternehmen informieren. Das geschieht beispielsweise durch mehr Traffic auf Ihrer Webseite, App-Installationen, Interaktionen mit den Beiträgen auf Ihrem Profil oder Veranstaltungen. Aber Sie können auch Menschen dazu bringen, Ihnen Nachrichten zu senden und sich bestimmte Videos anzuschauen. Außerdem eignet sich diese Kategorie bestens zur Leadgenerierung.
  3. Conversion: Die dritte Kategorie kann Ihnen dabei helfen, wenn Sie Nutzer zu einer konkreten Handlung bewegen möchten – zum Beispiel dem Besuch Ihres Geschäfts, Katalogverkäufen oder Aktionen auf Ihrer Webseite wie dem Ausfüllen einer Umfrage. Um diese Handlungen und damit den Erfolg Ihrer Kampagne nachvollziehen zu können, ist das Installieren des Facebook Pixels notwendig.

Wen wollen Sie erreichen?

Die Auswahl und Definition der richtigen Zielgruppe ist das A und O jeglicher Marketingstrategien. Das hat auch seinen Grund. Denn die beste Werbung bringt nichts, wenn Sie nicht die richtigen Personen anspricht. Definieren Sie Ihre Zielgruppe daher so genau wie möglich und nutzen Sie dazu Buyer Personae. Es ist von Vorteil, wenn Sie mehrere sehr genau voneinander abgrenzbare Zielgruppen finden, die Sie gegeneinander testen können. Möglich wäre beispielsweise, die Altersgruppen, Berufsgruppen oder Interessen zu variieren.

Facebook bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten, Ihre Zielgruppe zu definieren. Das Unternehmen nutzt all die Daten über Vorlieben und Verhaltensweisen seiner über 32 Millionen Nutzer in Deutschland, um diese einzuschätzen und zu gruppieren. Das ermöglicht es Ihnen, drei verschiedene Typen von Zielgruppen festzulegen, die Sie ansprechen können. Das nennt sich auch Targeting:

  1. Targeting über Interessen und demografische Daten: Sie können Ihre Zielgruppe über deren Interessen definieren. Hierbei werden beispielsweise Gefällt-mir-Angaben und Gruppenzugehörigkeiten berücksichtig. Und Sie können sie über demografische Daten wie Alter, Beruf, Geschlecht und Wohnort eingrenzen. Dabei ist es wichtig, nicht zu wenige, aber auch nicht zu viele Kriterien zur Einschränkung zu verwenden. Sonst wird Ihre Zielgruppe entweder zu groß oder zu klein und bietet keine optimalen Bedingungen für Werbung auf Facebook. In der Grafik „Zielgruppendefinition“ können Sie bei der Kriterienvergabe direkt in der Kampagne sehen, ob Ihre Kriterien eine optimale Größe ermöglichen oder ob Sie noch nachjustieren sollten.
  2. Targeting über Custom Audiences: Hier können ganz individuell bestimmen, wer Ihre Werbeanzeigen sehen soll. Etwa Personen, die sich Ihr letztes Video zu 75 % angesehen haben oder die in einer mit dem Facebook-Account verknüpften App eine bestimmte Handlung ausgeführt haben.
  3. Targeting über Lookalike-Audiences: Hier handelt es sich um Personen, die Ihrer definierten Zielgruppe sehr ähnlich sind. Diese Ähnlichkeit wird auf Basis der bei Facebook vorliegenden Benutzerdaten berechnet. Facebook zeigt Ihre Anzeige dann Personen, die sich zum Beispiel sehr ähnlich verhalten wie die Besucher Ihrer Webseite und daher potenziell Interesse an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung haben könnten. So erreichen Sie auch Personen, die Sie bisher nicht in Betracht gezogen haben.

Wie wollen Sie Ihre Anzeigen gestalten?

Je nachdem, was Sie bewerben möchten – einen Blogbeitrag, um neue Besucher auf Ihre Seite zu locken, eine Landingpage, auf der ein E-Book heruntergeladen werden kann, oder Produkte in Ihrem Shop – gibt es verschiedene Anzeigenformate. Überlegen Sie sich, welches Sie nutzen möchten und welche Texte und Bilder Sie einsetzen wollen. Das sind die derzeit gängigen Formate:

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - Anzeigentypen

Wenn Sie beispielsweise eine Werbeanzeige mit einem Bild und Text erstellen wollen, brauchen Sie drei Text-Elemente: Den Text (der über dem Bild erscheint), einen Titel (direkt unterhalb des Bildes) sowie eine Beschreibung. Bitte beachten Sie, dass – je nach Länge des Titels – die Beschreibung in der mobilen Ansicht nicht angezeigt wird.

So können solche Ads beispielsweise aussehen: Obwohl beide Anzeigen einen Adventskalender bewerben, wirken sie aufgrund der Gesatltung sehr unterschiedlich (und sprechen sicher auch verschiedene Zielgruppen an!).

Werbeanzeigen auf Facebook - Beispiel Advendskalender von Just Spices
Beispiel-Ad: Advendskalender von Just Spices
Werbeanzeigen auf Facebook - Beispiel Adventskalender von Vernasche die Welt
Beispiel-Ad: Adventskalender von Vernasche die Welt

Unserer Erfahrung nach ist es am besten, alle benötigten Text-Elemente in Ruhe vorzubereiten und sie dann nur noch einzufügen. Auch Kontroll- und Freigabeprozesse sind so einfacher durchzuführen.

3 Schritte zur erfolgreichen Facebook-Werbeanzeige

Gehen wir nun Schritt für Schritt durch, wie Sie ganz konkret  eine Facebook-Werbeanzeige erstellen.

Hinweis: Die Ansicht der Nutzeroberfläche in Facebook ändert sich ständig. Auch werden immer wieder einzelne Features ergänzt oder ersetzt. Lassen Sie sich also nicht irritieren, wenn manche Screenshots anders aussehen, als Ihr Werbeanzeigenmanager in Facebook.

Loggen Sie sich zuerst im Werbeanzeigenmanager von Facebook ein.

Schritt 1: Kampagne erstellen

Auf der Kampagnenebene legen Sie Ihr Ziel fest. Klicken Sie auf den grünen „Erstellen“-Button, um eine neue Werbekampagne anzulegen.

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - Kampagnen

Das Ziel festlegen

Wählen Sie nun das Ziel für Ihre Kampagne aus. Wenn Sie mit der Maus über die verschiedenen Ziele fahren, können Sie bei dem kleinen „i“ Details erfahren. Wir nehmen in unserem Beispiel das Ziel „Traffic“, um neue Besucher auf unsere Website zu ziehen.

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - Ziel

Für viele Kampagnen ist es sinnvoll, das Ziel „Conversions“ auszuwählen. Eine solche Conversion kann beispielsweise die Anforderung eines E-Books auf einer Landingpage oder der Kauf eines Produktes im Shop sein. Facebook optimiert die Ausspielung der Anzeigen dann so, dass möglichst viele Personen konvertieren. Wenn Sie erfahren wollen, wie Sie Facebook-Anzeigen auf Conversions hin optimieren, können Sie hier unseren ausführlichen Leitfaden dazu anfordern.

Wenn Ihr Ziel definiert ist, geben Sie Ihrer Kampagne einen aussagekräftigen Namen. Empfehlenswert ist beispielsweise, das Ziel schon im Namen zu nennen: „Besucher Blogbeitrag XY“ oder „Conversions Landingpage ABC“.

Exkurs: iOS 14

Seit dem berühmt-berüchtigten iOs 14 Update von Apple im Frühsommer 2021, wurde das Kampagnen-Tracking von Facebook-Kampagnen sehr schwierig. Der Hintergrund ist, dass die Nachverfolgung  von Conversion-Ereignissen auf allen Geräten mit iOS 14 stark eingeschränkt wurde. Dies beeinflusst zwar im Grunde nicht die Kampagnen selbst, sondern nur das Reporting, macht es den Marketern aber schwer, ihre Arbeit klar zu bewerten und die richtigen Rückschlüsse zu ziehen. Verlassen Sie sich daher nicht mehr rein auf die Kampagnen-Ergebnisse, die Ihnen in Facebook angezeigt werden, sondern setzen Sie ein vernünftiges Google-Tracking auf, um dort den Überblick zu behalten.

Schritt 2: Werbeanzeigengruppe anlegen

Auf der Ebene der Werbeanzeigengruppen legen Sie das Budget, Ihre Zielgruppe und die Laufzeit fest. Falls Sie verschiedene Zielgruppen testen möchten, erstellen Sie zunächst eine Werbeanzeigengruppe mit verschiedenen Anzeigenvarianten, die Sie später nur noch kopieren und an den gewünschten Stellen anpassen müssen. Achten Sie darauf, dass Sie in einer Kampagne nicht mehrere Anzeigengruppen mit der gleichen Zielgruppe verwenden!

Budget und Zeitplan

Legen Sie zuerst fest, in welchem Zeitraum Ihre Anzeigen ausgespielt werden sollen und welches Budget dafür zur Verfügung steht. Wählen Sie  „Laufzeitbudget“ aus, damit Facebook das Budget gleichmäßig über den gesamten Zeitraum verteilen kann.
Facebook schlägt viele  Einstellungen automatisch vor. Überprüfen Sie diese genau, ob sie auch Ihren Zielen entsprechen!

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - budget

Wichtig ist in unserem Beispiel, dass Sie die Kontobelastung auf „Link-Klick“ einstellen. So werden Ihnen nur tatsächliche Klicks auf Ihre Seite in Rechnung gestellt.

Zielgruppe

Wählen Sie nun aus, welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten. Hier haben Sie bei späteren Kampagnen die Möglichkeit, bereits vorhandene, gespeicherte Zielgruppen zu verwenden.

Für Ihre neue Zielgruppe können Sie entweder Custom Audiences und Lookalike Audiences nutzen oder Ihre Zielgruppe anhand demographischer Daten und Interessen definieren.
Bei letzterer Variante geben Sie zunächst die Orte an, an denen sich Ihre Zielgruppe befindet. Das können ein oder mehrere Länder, Bundesländer und Städte sein.

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - Standort

 

Eingrenzung nach Demographie, Interessen und Verhalten

Zunächst legen Sie Alter, Geschlecht und Sprache Ihrer Zielgruppe fest.

Dann können Sie Ihre Zielgruppe noch weiter eingrenzen. Durchsuchen Sie die verschiedenen Kategorien und wählen Sie beispielsweise bestimmte Berufsgruppen oder Interessen aus.

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - Zielgruppe

Es gibt folgende Hauptkategorien:

  • Demographische Angaben
    • Ausbildung
    • Finanzen
    • Lebensereignisse
    • Eltern
    • Beziehung
    • Arbeit
  • Interessen
    • Branchen
    • Einkaufen und Mode
    • Essen und Trinken
    • Familie und Beziehungen
    • Fitness und Wellness
    • Hobbys und Aktivitäten
    • Sport und Outdoor
    • Technologie
    • Unterhaltung
  • Verhalten
    • Digitale Aktivitäten
    • Expats – Nicht in ihrem Heimatland lebende Personen
    • Jahrestag
    • Kaufverhalten
    • Konsumentenklassifizierung
    • Mobilgerät-Nutzer/Geräte-Nutzungszeitraum
    • Politik (USA)
    • Soccer
    • Weitere Kategorien

Jede dieser Kategorien hat weitere Einschränkungsmöglichkeiten, sodass beispielsweise in der Kategorie „Verhalten“ über die Gruppe „Reisen“ aktuell reisende Personen angesprochen werden können.
Hinweis: Teilweise sind Kategorien auf bestimmte Länder beschränkt oder es scheint, als ob die Untergruppen noch nicht ausgereift sind. Wir können aber davon ausgehen, dass sich die Kategorien weiterentwickeln werden und damit eine immer genauere Zielgruppendefinition ermöglichen.

Die richtige Zielgruppengröße

Damit Ihre Werbeanzeigen auf Facebook gut performen, ist die richtige Größe der Zielgruppe wichtig. Leider gibt es keine allgemein gültige Aussage, wie groß „groß genug“ oder „zu groß“ ist. Einen Hinweis gibt Facebook, indem der Zeiger der Zielgruppendefinition in Richtung „spezifisch“ oder „groß“ weist. Idealerweise sollte der Zeiger in die Mitte des grünen Feldes zeigen.

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - Zielgruppengroesse

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Personen aus Ihrer Zielgruppe auszuschließen, wenn bestimmte Merkmale zutreffen.

Platzierungen

Beim Punkt Platzierungen wählen Sie aus, wo Ihre Anzeigen erscheinen sollen. Bedenken Sie, dass je nach Platzierung andere Anforderungen an das Format Ihres Visuals gestellt werden, damit die Anzeige optimial wirken kann..

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - Platzierung

Nun müssen Sie Ihrer Anzeigengruppe nur noch einen aussagekräftigen Namen geben, um dann die erste Werbeanzeige zu erstellen!

Schritt 3: Werbeanzeigen entwerfen

Da Sie sich schon im Vorfeld Gedanken über das richtige Format für Ihre Anzeigen  gemacht haben, brauchen Sie nun nur noch die entsprechende Option auszuwählen.

Wemm Sie beispielsweise eine einfache Werbeanzeige mit einem Bild erstellen möchten, gehen Sie wie folgt vor:

Tragen Sie Ihre bereits vorbereiteten Textelemente in die dafür vorgesehenen Felder des Anzeigen-Editors ein. Sie können mehrere Varianten einsetzen, die Facebook dann optimiert ausspielt. Dies ist eine Möglichkeit, den Erfolg von Werbeanzeigen zu erhöhen – eine bessere Option stellen wir Ihnen jedoch weiter unten noch vor.

Bei „Zielseite“ geben Sie die URL der Seite an, auf die Ihre Anzeige verlinken soll. Den Link, der in der Anzeige tatsächlich zu sehen ist, können Sie weiter unten beim Feld „Angezeigter Link“ beliebig wählen.
Tragen Sie nun Ihren Titel, den Text sowie die Beschreibung ein. Sie haben außerdem die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Button-Texten bzw. gar keinem Button zu wählen.

Sobald Sie die Ziel-URL für Ihre Anzeige angeben, setzt Facebook automatisch ein Bild dieser Seite als Anzeigenbild ein. Sie sehen an folgendem Beispiel, dass das nicht immer optimal passt: Hier ist beispielsweise der Kopf unseres Geschäftsführers abgeschnitten. Laden Sie daher zunächst das richtige Bild hoch. Dazu können Sie ein vorhandenes eigenes Bild nutzen, eine Grafik erstellen oder ein Stockphoto (für werbliche Zwecke lizensiert) einsetzen. Achten Sie darauf, dass das Bild den Richtlinien von Facebook entspricht.

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - Anzeigengestaltung
Facebook Werbeanzeigen – Leitfaden – Anzeigengestaltung

Wenn Ihnen die Anzeige gefällt, klicken Sie auf „Bestellung überprüfen“. Sie bekommen dann eine Übersicht aller Anzeigen-Details. Sie können nun die Anzeige als Entwurf speichern oder direkt hochladen. Sie landen anschließend in der Kampagnenübersicht.

Überprüfen Sie, ob die richtige Facebook-Seite angezeigt wird, unter deren Namen die Anzeige erscheinen soll.

Testreihen erstellen für beste Ergebnisse

Nun sollten Sie die vorbereiteten Anzeigen-Varianten erstellen. Wählen Sie dazu im Werbeanzeigen-Editor im Reiter „Werbeanzeigen“ die gerade erstellte Anzeige aus und klicken Sie dann auf „Duplizieren“. Erstellen Sie mehrere Kopien Ihrer Anzeige und ändern Sie dort beispielsweise die Texte. Wir empfehlen, drei oder vier verschiedene Texte mit drei oder vier verschiedenen Bildern zu testen, sodass 12 oder 16 leicht unterschiedliche Anzeigen in der gleichen Anzeigengruppe konkurrieren.

Facebook Werbeanzeigen - Leitfaden - Test
Facebook Werbeanzeigen – Leitfaden – Test

Nach dem gleichen Prinzip können Sie auch Kopien Ihrer Werbeanzeigengruppe erstellen.

Wenn Sie alle Elemente fertiggestellt haben, klicken Sie oben rechts auf den grünen Button „Änderungen überprüfen“. Dann werden die Anzeigen hochgeladen und von Facebook überprüft. Nach einiger Zeit erhalten Sie eine Mitteilung von Facebook, ob die Anzeigen genehmigt wurden.

Ab dann läuft Ihre Kampagne und Sie können die ersten Ergebnisse abwarten!
Übrigens: In einem unserer anderen Beiträge rund um Facebook erfahren Sie, wie Sie den Erfolg Ihrer Kampagne messen und den ROI optimieren.

Beispiele für Facebook-Werbeanzeigen

Sicher finden Sie es spannend zu sehen, wie andere Unternehmen Facebook-Ads einsetzen. Daher haben wir per Zufallsprinzip einige Anzeigen ausgesucht, die uns heute begegnet sind. Sie zeigen, wie groß die Vielfalt der möglichen Anwendungsfälle, Zielgruppen und Gestaltungsmöglichkeiten ist.

Werbeanzeigen auf Facebook - Beispiel Rechte Spalte Zoelu und Planet Cards
Werbeanzeigen der Platzierung „Rechte Spalte“ von Zoelu und Planet Cards

 

Werbeanzeigen auf Facebook - Beispiel Volvo Car Deutschland
Facebook-Story-Ad von Volvo Car Deutschland

 

Werbeanzeigen auf Facebook - Beispiel Ernstings
Werbanzeige im Carousel-Format von Ernsting’s Family

 

Werbeanzeigen auf Facebook - Beispiel NetDescribe
Instagram-Story-Ad von NetDescribe GmbH

 

Werbeanzeigen auf Facebook - Beispiel Ikea
Instagram-Werbeanzeige von Ikea

Abschließende Tipps für erfolgreiche Werbeanzeigen auf Facebook

Fünf abschließende Tipps haben wir noch für Sie, damit Ihre Kampagnen bei Facebook und Instagram ein Erfolg werden!

Tipp 1: Nutzung von URL-Parametern

Um Ihre Kampagnen auch in Google Analytics gut analysieren zu können, sollten Sie URL-Parameter nutzen. Das sind zusätzliche Informationen, die einer URL mitgegeben werden und nach einem Fragezeichen eingefügt werden. Für Google gibt es die UTM-Parameter wie z.B. utm_source, utm_medium oder utm_campaign, mit denen Sie Quelle, Medium und Kampagne in Analytics nachvollziehen können.

Tipp 2:  Retargeting und Lookalike Audiences

Nutzen Sie Retargeting richtig. Genau wie Sie Nutzer mit Targeting ansprechen können, ist es möglich, sie zum Beispiel nach dem Besuch einer bestimmten Seite oder nach dem Kauf eines Produktes weiterhin durch Retargeting anzusprechen. In diesem Fall werden die in Facebook angelegten Anzeigen zum Beispiel in Partnernetzwerken oder auf anderen Webseiten angezeigt. Hierbei sollte auch der Produktlebenszyklus berücksichtigt werden: Haben Sie jemandem vor zwei Monaten einen Drucker verkauft? Dann sollten Sie für ihn nun Werbeanzeigen schalten mit den passenden Druckerpatronen.

Tipp 3: Klarer Call-to-Action

Versehen Sie Ihre Werbeanzeigen mit einem klaren Call-to-Action, also einer eindeutigen Handlungsaufforderung. Statt einem diffusen „Hier klicken“-Button präsentieren Sie den Interessenten besser einen konkreten Mehrwert wie „So sprechen Sie die Generation von morgen an!“

Tipp 4: Ansprechende Visuals

Seien Sie kreativ bei der Auswahl der Visuals für Ihre Anzeigen. Testen Sie unterschiedliche Stile, Farben, Grafiken und Bilder gegeneinander, um zu erfahren, was für Ihre Zielgruppe am besten funktioniert.

Tipp 5: Loslegen!

Werbung auf Facebook mag vielleicht zunächst wie ein undurchdringliches Labyrinth wirken. Doch mit diesem Beitrag haben Sie einen guten Überblick über die wichtigsten Punkte erhalten, die Sie beim Erstellen von Werbeanzeigen beachten müssen. Nun steht Ihrer erfolgreichen Werbekampagne zur Gewinnung neuer Kunden nichts mehr im Weg.

Fotoquelle Titelbild: ©adobe stock/piter 2121


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