SEO hat viele Bedeutungen: „Schiffseinsatzoffizier“, „Sociedad Española de Ornitología“, aber auch „Sondereinheit für Observation“ und vieles mehr. Sie sind aber vermutlich nicht hier, weil Sie sich über die Deutsche Marine informieren möchten. Oder die österreichische Polizei. Über Vogelschützer wollen Sie zumindest in diesem Moment eigentlich auch nichts wissen – vor allem nicht, seit diese eine Amsel vor Ihrem Fenster Sie schon wieder um 04:21 Uhr geweckt hat.

Nein, ganz sicher sind Sie hier, weil Sie davon gelesen oder gehört haben, dass SEO zum Standard im Marketing gehört. Nun fragen Sie sich natürlich: „Was ist SEO?“ Im Online-Marketing bedeutet die Abkürzung SEO „Search Engine Optimization“ – also zu Deutsch: „Suchmaschinenoptimierung“. Lesen Sie jetzt, was genau das ist und wie es funktioniert.

37 Millionen Ergebnisse für die Frage „Was ist SEO“ – wo fängt man da an?

Im Januar 2020 gab es im Internet 1.744.517.326 Webseiten. Viel zu viele, um sich die jemals alle anzuschauen. Rechnen wir das einmal herunter, indem wir betrachten, wie viele Webseiten Antwort auf die Frage „Was ist SEO?“ liefern. Das sind immer noch ungefähr 37.000.000 Ergebnisse. Wenn wir jetzt noch annehmen, dass Sie sich jede dieser Webseiten nur etwa fünf Sekunden lang ansehen, bräuchten Sie dafür über 5000 Jahre. So viel Zeit hat leider niemand, also muss eine Lösung her: Damit Sie nicht den Rest Ihres Lebens mit der Suche nach einer guten Antwort verbringen müssen, sortieren Suchmaschinen ihre Ergebnisse. Google nutzt dafür so genannte Algorithmen. Das sind Suchlogiken, die verschiedene Faktoren berücksichtigen. Google prüft in diesem Moment zum Beispiel, ob sich das von Ihnen gesuchte Keyword in der URL oder der Überschrift der Seite befindet, oder wie oft es im Seitentext auftaucht. Es gibt zahlreiche solcher Kriterien, die von Google hier einbezogen werden. Einige sind offensichtlich, andere weniger. Jedenfalls berechnet Google so die zu erwartende Relevanz eines Suchergebnisses für den Fragesteller. Und dieser Wert bestimmt, an welcher Stelle der Suchergebnisliste eine Seite auftaucht.

Die besten zehn Suchergebnisse landen bei Google auf Seite 1 – und wissen Sie was? Die meisten Nutzer gehen inzwischen über diese Seite auch gar nicht mehr hinaus. Nicht umsonst gibt es in SEO-Kreisen den Spruch: „Der beste Ort, um eine Leiche zu verstecken, ist Seite 2 bei Google!“ Das bedeutet also für Sie: Wenn Sie möchten, dass Ihre Webseite die Reichweite Ihres Unternehmens vergrößert, muss sie unter den ersten zehn Ergebnissen landen. Und dafür müssen Sie sie optimieren.

Optimieren Sie Ihre Webseite nicht nur technisch…

Dafür nehmen Sie zunächst einmal den Aufbau Ihrer Webseite unter die Lupe. Der Google-Algorithmus bewertet hier unter anderem:

  • Ob Ihre Seite schnell genug lädt
    Das Leben wird immer schneller, also möchten wir gefälligst auch schnelles Internet. Am besten sind Webseiten, die nur den Bruchteil einer Sekunde zum Laden benötigen. Zehn Minuten warten, um einen Blogbeitrag zum Thema „Was ist SEO?“ zu lesen? Heutzutage schon fast eine Todsünde, und das weiß auch Google. Also landet diese Seite weiter hinten in den Ergebnissen. Hier kann es zum Beispiel schon helfen, Bilder nicht unbedingt in hochauflösender Qualität hochzuladen.
  • Ob Ihre Seite nutzerfreundlich ist
    Wie genau Google diesen Punkt auswertet, ist unklar. Fakt ist jedoch: Wenn Nutzer nur sehr kurz auf Ihrer Webseite bleiben, es sehr viel Werbung gibt oder die Seitenführung an einen Irrgarten ohne Ausweg erinnert, gibt’s Abzug von der Jury. Die Seite rutscht im Ranking weiter ab.
  • Ob Ihre Seite für mobile Endgeräte optimiert ist
    Immer mehr Suchanfragen erledigen wir über Smartphone oder Tablet. Mal eben auf dem Weg checken, wann der nächste Bus fährt oder wie das Wetter wird – dafür braucht man keinen Laptop. Ein Punkt, den viele dabei vergessen: Die Webseite muss auch darauf ausgelegt sein. Sonst kann es schnell passieren, dass sich User erst durch das komplette Menü quälen müssen und dann mit einer Schriftgröße konfrontiert werden, die nur maximal drei Wörter pro Zeile zulässt. Darauf hat niemand Lust – und Google schiebt die Seite weiter nach hinten.
  • Ob Ihre URLs passen
    Fehlerhafte URLs, die ins Nirgendwo führen, ähnlich klingende oder kryptische URLs hinterlassen bei Google – und natürlich auch Ihren Besuchern – einen schlechten Eindruck. Vergessen Sie also URLs wie „beispiel.de/blog/kkla1duzhdk?=661526etrheafkaliubaw“ und verwenden Sie lieber „beispiel.de/blog/was-ist-seo-ein-ratgeber-fuer-einsteiger“. Abgesehen davon bewertet es Google sehr positiv, wenn sich das Keyword in der URL wiederfindet.

… optimieren Sie sie auch inhaltlich!

Haben Sie das alles gecheckt und verbessert, geht’s mit dem inhaltlichen Teil Ihrer Webseite weiter. Achten Sie hier bitte darauf

  • Ob Sie relevante Keywords nutzen
    Keywords sind die Suchbegriffe, mit denen Ihre Webseite gefunden wird. Also beispielsweise „Was ist SEO“. Anhand einer Keywordrecherche finden Sie heraus, welche für Sie relevanten Suchbegriffe besonders oft gesucht werden. Wenn Sie nun auf eines dieser Keywords hin optimieren, geht es nicht darum, dieses Wort möglichst oft in Ihre Webseiten- und Blogtexte zu streuen. Das war früher hilfreich, aber inzwischen wird die übertriebene Verwendung des Keywords im Text von Google abgewertet. Besser ist es, diese Begriffe gut verteilt einzusetzen, damit Ihre Texte trotzdem noch natürlich wirken. Keywords gehören außerdem auf jeden Fall in Überschriften und, wie oben bereits erwähnt, auch in die URL der jeweiligen Seite.
  • Ob Ihre Texte gut sind
    Google nutzt einen ausgefeilten Algorithmus zur Texterkennung, der ständig verbessert und überarbeitet wird. Das bedeutet: Die Suchmaschine erkennt mittlerweile sehr wohl, ob Texte auf einer Webseite gut sind und erschließt daraus die Relevanz dieser Seite. Verwenden Sie also viele Zwischenüberschriften und Bilder (Copyright und Bildbeschreibung nicht vergessen!), aber achten Sie auch auf Grammatik und Rechtschreibung. Vor allem bei Blogbeiträgen geht es nicht darum, einen möglichst langen Text zu schreiben. 300 Wörter sind die magische Untergrenze, aber ansonsten kommt es Google viel mehr auf Qualität und sinnvoll positionierte Keywords an. Lassen Sie Ihre Texte also auf jeden Fall von einem Profi durchgehen.
  • Ob Ihre Inhalte aktuell sind
    Seiten sind für Google relevanter, je länger sie existieren. Beachten Sie aber: Eine Webseite zum Thema „Whiskeyherstellung“ von 2002 hat vermutlich noch nicht viel an Relevanz verloren. Aber bei einem Thema wie „SEO“ hat sich seit 2002 einfach vieles getan. Veraltete Inhalte werden vom Nutzer mit einer kurzen Aufenthaltsdauer abgestraft; und Google bewertet es negativ, wenn eine Seite schnell verlassen wird. Daher sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Webseite inhaltlich stets auf dem neuesten Stand ist und fortlaufend aktualisiert wird.

Darum ist SEO unverzichtbar für jede Unternehmenswebseite

Was ist SEO nun also? Im Prinzip die Kunst, Ihre Webseite für Google und andere Suchmaschinen attraktiv zu machen, damit sie möglichst weit oben in den Ergebnissen auftaucht. So machen Sie Ihr Unternehmen sichtbar für potenzielle Kunden. Checken Sie daher noch einmal in Ruhe Ihre Webseite auf die oben genannten Punkte. Sie werden sicherlich einiges finden, das Sie noch verbessern können. Bedenken Sie aber, dass es auch noch weitere Faktoren gibt, die die Sichtbarkeit Ihrer Seite beeinflussen. Ein Tipp: Nutzen Sie am besten auch unsere SEO-Checkliste, um alle wichtigen Punkte im Blick zu behalten. Sie möchten tiefer in das Thema einsteigen? – Kein Problem, setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung, wir beraten Sie gerne!