Was ist Content Curation?

Der englische Begriff Content Curation bezeichnet die gezielte Auswahl und Verbreitung fremder Inhalte jeglicher Art. Die Verbreitung ist an keine Plattform gebunden, findet in den meisten Fällen jedoch über klassische soziale Netzwerke oder populäre Apps wie Snapchat, Instagram oder Pinterest statt. Es gilt der Grundsatz: Interessant und relevant ist nicht nur das, was man selbst macht, sondern auch das, was andere tun.

Was bringt’s? Vorteile von Content Curation

Der Vorteil der gezielten Verbreitung relevanter Inhalte liegt auf der Hand: Sämtliche Beteiligten können von der Streuung profitieren – sowohl der eigentliche Urheber, als auch derjenige, der seine Zielgruppe auf interessanten Content aufmerksam macht.

Wer relevante Inhalte teilt, zeigt seiner Zielgruppe damit, dass er sich auch jenseits der eigenen Schwerpunkte mit den Inhalten anderer befasst. Im Idealfall ist er zudem in der Lage, diese Inhalte frühzeitiger zu erkennen, als es andere tun. Das fördert – anders als häufig angenommen – nicht nur die Reputation des ursprünglichen Verfassers, sondern stärkt gleichzeitig auch den eigenen Ruf und Bekanntheitsgrad.

Was müssen Sie beachten?

Relevanz

Jeder Internetnutzer wird tagtäglich mit einer großen Menge an neuen Inhalten überhäuft. Sie sollten es daher als Ihre Aufgabe betrachten, die relevantesten Neuigkeiten für Ihre Zielgruppe herauszufiltern. Lesen Sie alles, was Sie teilen, vorher ganz genau und überprüfen Sie, ob der ausgewählte Content für Ihre Zielgruppe wirklich relevant ist. Hochwertige Inhalte kommen an. Wenn Sie hingegen qualitativ schlechte Inhalte teilen, weil Sie sich nicht die Zeit genommen haben, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, schadet das Ihrem Image.

Glossar

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erfolgreich umsetzen

Haben Sie sich für einen relevanten Beitrag entschieden, fügen Sie Ihre eigenen Gedanken und Ansichten den kuratierten Inhalten hinzu. Erläutern Sie Ihrer Zielgruppe, warum Ihnen das Geteilte wichtig ist und weshalb es auch für Ihre Follower relevant sein kann.

Nehmen Sie sich Zeit

Wenn Sie Ihre Reputation ausbauen möchten, sollten Sie sich ernsthaft und vor allem dauerhaft mit dem Thema Content Curation beschäftigen. Machen Sie sich bewusst, dass es Zeit kosten kann, thematisch passende, qualitativ hochwertige und interessante Beiträge zu finden, die für Ihre Zielgruppe von Bedeutung sind. Wer denkt, dass Content Curation ein einfaches und schnelles Mittel sei, um mit wenig Aufwand das eigene Profil zu schärfen, wird auf Dauer enttäuscht werden. Womöglich müssen Sie dutzende Quellen und Artikel durchforsten und bewerten, bevor Sie einen Beitrag entdecken, der es wert ist, geteilt zu werden. An dieser Stelle ein so simpler wie wirkungsvoller Tipp: Machen Sie sich bereits während des Tagesgeschäftes Notizen zu Inhalten, auf die Sie zufällig stoßen, um diese dann zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigen zu können.

Posten Sie plattformspezifisch

Wenn Sie geeignete Inhalte gefunden haben, besteht der nächste Schritt darin, das passende Netzwerk zu identifizieren, über das Sie einen bestimmten Beitrag mit Ihrer Zielgruppe teilen möchten.

Machen Sie sich Gedanken darüber, welcher Content zu welcher Plattform am besten passt und welche Möglichkeiten die jeweiligen Netzwerke Ihrer Zielgruppe bieten, die Inhalte zu rezipieren.

Teilen Sie auf all Ihren Kanälen stets den gleichen Content, kann dies dazu führen, dass sich Ihre Nutzer von einzelnen Fanseiten verabschieden. Die wenigsten Menschen haben Lust darauf, sich ein und denselben Inhalt mehrmals auf unterschiedlichen Plattformen anzuschauen.

Möchten Sie eine interessante Neuigkeit mit Ihrer Zielgruppe teilen? Dann sollten Sie definitiv an Ihre Twitter-Follower denken. Twitter hat sich in der Vergangenheit zu einem Medium entwickelt, das von vielen Nutzern fast ausschließlich als individueller Newsfeed genutzt wird.

Haben Sie ein spannendes Video, ein knackiges Bild oder eine interessante Infografik entdeckt, welche Sie Ihren Fans nicht vorenthalten möchten? Dann eignen sich visuell geprägte Netzwerke wie Facebook oder Pinterest am ehesten, um Ihrer Zielgruppe davon zu erzählen.

Falls Sie einen Fachartikel mit Ihrer Zielgruppe teilen möchten, empfehlen sich vor allem professionelle Netzwerke wie XING und LinkedIn. Doch auch Facebook kann in diesem Zusammenhang interessant sein.

Handelt es sich bei Ihrer Zielgruppe um junge, mobile-affine Menschen, denen Sie Inhalte vorstellen möchten, die vor allem der Unterhaltung dienen, eignen sich neben dem sozialen Netzwerk Facebook auch Apps wie Snapchat, Instagram oder Pinterest.

Seit einiger Zeit bietet WhatsApp die Möglichkeit, Zielgruppen mithilfe spezieller Softwarelösungen direkt zu erreichen. Dort sollten Sie jedoch bis auf weiteres auf Content Curation verzichten, da es sich bei dem Messenger um ein sehr direktes Medium handelt. WhatsApp-Nutzer erwarten sich ausschließlich Nachrichten, die direkt von Ihnen kommen und  unmittelbar relevant sind. Wenn Sie Ihre Zielgruppe häufig mit Inhalten bespielen, die keinen direkten Nutzen bieten, steigt die Gefahr, dass sich Ihre Kontakte mit einem simplen „Stopp“ aus der Liste entfernen.

Generell sollten Sie darauf achten, dass…

  • … Inhalte zu unterschiedlichen Zeiten auf unterschiedlichen Plattformen gepostet werden.
  • … Sie automatisch gepostete Beiträge (mit Tools wie MeetEdgar o.ä.) im Auge behalten und Ihre Planung regelmäßig aktualisieren.
  • … jeder Inhalt, den Sie teilen, mit einem eigenen Kommentar versehen ist, der ersichtlich macht, warum Sie den Inhalt teilen und der gleichzeitig auch Ihre Sicht der Dinge darstellt.
  • … relevante Inhalt zu Zeiten gepostet werden, die für Ihre Zielgruppe ideal sind.
  • … alle Beiträge im Vorfeld gründlich Korrektur gelesen wurden.

Content Curation bedeutet nicht, Inhalte zu kopieren

Für den Großteil der Online-Community ist es eine Selbstverständlichkeit, geteilten Content dem rechtmäßigen Verfasser zuzuschreiben. Achten Sie deshalb darauf, Texte nicht einfach zu kopieren, sondern nutzen Sie Links oder kurze Zitate mit Quellenangaben. Es kann sich negativ auf Ihr Image auswirken, wenn Sie den ursprünglichen Autor nicht angeben. Das Ziel von Content Curation ist es, Ideen und Neuigkeiten zu verbreiten oder auf professionelle Tools hinzuweisen – nicht, sich mit fremden Federn zu schmücken.

Und die Moral von der Geschicht…

Potenzielle Kunden verlangen heute nach mehr Transparenz denn je. Vor allem junge Menschen wollen nicht mehr nur stumme Konsumenten sein, sondern aktiv mit Ihrem Unternehmen interagieren. Die Content Curation bietet genau dieser Zielgruppe die Möglichkeit, mit Ihnen über neue Ideen zu diskutieren.

Mithilfe einer guten Content Curation zeigen Sie Ihrer Zielgruppe, dass Sie wissen, was in Ihrem Fachgebiet zurzeit relevant ist. Außerdem trägt ein offener Umgang mit fremden Content dazu bei, Ihr Profil zu schärfen und Sie bekommen die Chance, sich einen Namen zu machen.