fbpx

Bevor wir Ihnen verraten, wie Sie gute Texte schreiben, starten wir mit einem Beispieltext, der uns das Google-Ranking für diesen Beitrag sicherlich ruinieren wird:

In modernen Strategien sind qualifizierte Beiträge in Form eines Blogs, also sozusagen eines Web-Tagebuchs, hilfreiche Komponenten, mit denen man das Marketing weit über reines Impression Management hinaushebt. Die Anpassung der Texte erfolgt durch gute, professionell arbeitende Texter, die Optimierung für Suchmaschinen hilft sehr stark bei der Erhöhung der Reichweite; somit werden die Impressions gesteigert. Der Vorteil an online stattfindenden Strategien liegt nicht allein in dieser Reichweite, sondern viel mehr und vor allem auch darin, dass sie nicht wieder schnell und ungelesen verschwinden, weil sie im Grunde Evergreen Content sind.

Wie fanden Sie das? Schlecht? Können wir nachvollziehen – denn wir haben uns alle Mühe gegeben, diesen Abschnitt so unangenehm wie möglich zu formulieren. Mit langen, verschachtelten Sätzen, vielen Substantivierungen und unnötigen Fremdwörter. Insgesamt ein Text, bei dem man am Ende gar nicht so genau weiß, was eigentlich gesagt wurde. Sie glauben es vielleicht kaum, aber viele Texte auf Unternehmens-Webseiten werden kaum mit einem zweiten Blick bedacht. Hochgeladen wird dann eine solche Monstrosität, die wertvolle Interessenten davonjagt. Da das niemand möchte, zeigen wir Ihnen jetzt die wichtigsten Tricks, wie Sie auch mit kleinen textlichen Stellschrauben die Lesbarkeit enorm erhöhen!

Für alle die es eilig haben, hier die Kurzfassung:

  • Bleiben Sie beim Schreibstil und Ton konsequent
  • Fassen Sie sich kurz
  • Strukturieren Sie Ihren Text
  • Vermeiden Sie Substantivierungen
  • Nutzen Sie bildhafte Sprache
  • Unnötige Adjektive und Adverbien vermeiden
  • Vermeiden Sie „man“
  • Bleiben Sie positiv
  • Nutzen Sie Bindewörter

1. Bleiben Sie beim Texte schreiben konsequent

Wenn Sie Texte schreiben, tun Sie das im Idealfall mit einer klaren Zielgruppe vor Augen. Diese möchte auf eine bestimmte Weise angesprochen werden. Tun Sie das, und zwar konsequent. Wechseln Sie nicht zwischen „du“ und „Sie“, zwischen stocksteifen Formulierungen und lockerem Plauderton. Berücksichtigen Sie außerdem den Wortschatz Ihrer Zielgruppe und vermeiden Sie unnötige Fremdwörter. Ein klarer Tonfall trägt zu einem klaren Wiedererkennungswert bei.

2. Fassen Sie sich kurz – Sie wissen ja, die Würze…

Es ist schön, wenn Sie über so immenses sprachliches Wissen verfügen und so komplex denken können, dass Sie zu Ehren von Thomas Mann gerne mal eine Seite mit nur einem einzigen Satz füllen, der unglaublich viele Ebenen enthält und bei dem man am Ende schon wieder den Anfang vergessen hat. Aber das braucht außerhalb eines Literaturstudiums niemand. Packen Sie deshalb bitte nicht allzu viele Wörter in Ihre Sätze: Maximal 20 Wörter pro Satz sind optimal. Versuchen Sie, wo immer möglich, sich an dieser Wortzahl zu orientieren.

3. Strukturieren Sie, wenn Sie Texte schreiben

Schreiben Sie Ihren Text und gehen Sie dann vier Schritte von Ihrem Schreibtisch weg (oder rollen Sie mit Ihrem Stuhl). Ist auf Ihrem Bildschirm nur ein einziger grauer Block zu sehen? Dann ist es jetzt dringend an der Zeit für ein paar Absätze – also einer eindeutigen Leerzeile oder einer Zwischenüberschrift. Denn Texte lassen sich deutlich einfacher lesen, wenn sie neben sinnvollen Abschnitten auch viele Zwischenüberschriften und Aufzählungen enthalten. Spätestens nach 300 Wörtern sollte ein Textabschnitt deshalb zu Ende sein.

Machen Sie sich außerdem einen Plan, bevor Sie mit dem Text schreiben beginnen. Was soll die Kernaussage Ihres Textes, z.B. Ihres Blogbeitrags sein? Welche Zwischenstationen gehören hinein, was muss unbedingt gesagt werden und in welchen Zusammenhängen? Mit einem solchen Fahrplan behalten Sie während des Schreibens den roten Faden – und Ihre Leserinnen und Leser steigen nicht mittendrin aus, weil sie den Überblick verloren haben.

4. Vermeiden Sie Substantivierungen

Verben sind nichts Schlechtes. Verzichten Sie deshalb darauf, jedes zweite Wort in ein Substantiv zu verwandeln – vor allem, wenn die bevorzugt auf -ung enden. Beispiel gefällig?

  • Die Umzäunung der Weide erforderte gründliche Planung vonseiten der Beteiligten. ➔ Die Beteiligten mussten gründlich planen, bevor sie die Weide umzäunen konnten.
  • Wir übernehmen die Überprüfung und Auswertung des Erfolgs Ihrer Kampagne. ➔ Wir überprüfen den Erfolg Ihrer Kampagne und werten sie aus.

5. Schreiben Sie Ihre Texte bildhaft

Ihre Leser verstehen das Thema besser (und können es sich besser merken!), wenn Sie bildhaft und mit vielen Beispielen Ihre Texte schreiben. Setzen Sie statt auf trockene Theorie nächstes Mal auf Kopfkino – auch im B2B: Welche Assoziationen möchten Sie wecken? Welche Metaphern passen zu Ihren Inhalten und Produkten? Vielleicht fühlt Sich der Kunde damit ja wie der Fisch im Wasser oder er erreicht damit eine angestrebte Pole-Position.

Achten Sie dabei nur darauf, nicht allzu poetisch zu werden. Auf jeden Satz mit Metapher sollte einer ohne folgen. Und verlieren Sie die SEO-Optimierung Ihres Textes bei aller Bildhaftigkeit nicht aus den Augen.

6. Setzen Sie Adjektive und Adverbien gezielt ein

Ausschmückende Wörter sind schön und gut. Sie können einzelne Aspekte besonders gut betonen und Aussagen unterstreichen – aber leider auch alles zunichte machen. Nämlich dann, wenn Sie sie wahllos oder übertrieben in Ihrem Text nutzen. Es wirkt für Leser schnell ermüdend, wenn jedes Wort sinnlos dekoriert wird.

Prüfen Sie beim Texte schreiben, ob an der einen oder anderen Stelle auch ein stärkeres oder sogar ein gegenteiliges Wort sinnvoller ist. Jemand, der schnell läuft, rennt. Jemand, dem es wirklich sehr, sehr gut geht, geht es blendend. Und eine „eigentlich nicht so wirklich gute Idee“ ist – auf den Punkt gebracht – eine „schlechte Idee“.

7. Lassen Sie das „man“ weg

Viele Texte strotzen nur so vor diesem unpersönlichen Wörtchen. Hat das Folgen? Natürlich! Lesende fühlen sich nicht angesprochen und Satzkonstruktionen werden zum Teil unnötig kompliziert. Sprechen Sie Ihre Leser deshalb lieber direkt an, wenn die Ihre Texte bis zum Schluss lesen sollen.

8. Bleiben Sie positiv, schreiben Sie aktiv

Das gilt nicht nur für das Leben in diesen Zeiten, sondern auch fürs Texte schreiben. Denn wenn die hauptsächlich aus Verneinungen und negativen Formulierungen bestehen, lässt es Ihre Texte im Gesamten eher negativ wirken. Auch wenn verneinte Aussagen oft spontaner kommen, sollten Sie sich dennoch dagegen entscheiden. Streichen Sie also in Zukunft Wörter wie „nicht“, „kein“ oder die kleine Vorsilbe „un-“ aus Ihrem Wortschatz!

Ein Fehler, der sich mit den negativen Formulierungen außerdem gerne mal einschleicht: Viele schreiben ihre Texte viel zu passiv. Und wer seine Leser nicht immer wieder aktiviert, bringt sie zum Einschlafen. Achten Sie deshalb darauf, Ihre Leser immer wieder direkt anzusprechen (zum Beispiel auch mit Fragen) und lassen Sie passive Sätze weg! „Mit diesen Tipps schreiben Sie bessere Texte“ klingt doch besser als „So lassen sich Texte besser schreiben“ – oder?

9. Nutzen Sie Bindewörter

Bindewörter? Davon haben Sie zuletzt im Deutschunterricht gehört? Nicht so schlimm – Hauptsache ist doch, dass Sie sie beim Texte schreiben nutzen. Bindewörter haben es in ihrem Namen stecken, dass sie einzelne Sätze miteinander verknüpfen. Der Text wird dadurch flüssiger und lässt sich angenehmer lesen! Hier ein paar Vorschläge:

  • Denn
  • Obwohl
  • Wenn
  • Damit
  • Sobald
  • Deshalb
  • Bevor

Fazit: Texte schreiben muss gar nicht schwer sein

Oft sind es nur ganz kleine Dinge, die Sie nachjustieren müssen – und schon ist der nächste Blogbeitrag um Welten besser. Achten Sie also auf ausdrucksstarke, nachvollziehbare Formulierungen. Beziehen Sie Ihre Leser ein. Verfolgen Sie einen roten Faden – und bleiben Sie beim Schreiben dynamisch! Denn mit guten Texten punkten Sie langfristig auch beim Content Marketing!