Sie interessieren sich also dafür, Social Media für Ihren Geschäftserfolg einzusetzen? Eine gute Entscheidung. Denn mittlerweile lassen sich die sozialen Netzwerke für weitaus mehr nutzen als nur für kurze Status-Updates oder Geburtstags-Glückwünsche an alte Freunde. Wer seinem Unternehmen mehr Reichweite verschaffen und mit seiner Zielgruppe in engem Kontakt bleiben will, ist mit einer durchdachten Social-Media-Strategie gut beraten.

Und die Welt der sozialen Netzwerke hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Neben den klassischen Plattformen wie Facebook und YouTube haben neue Netzwerke erfolgreich Fuß gefasst. Ein wichtiger Schritt, um Ihre Zielgruppe zu erreichen, ist daher die Auswahl der passenden Plattformen. Denn nicht jede eignet sich für die gleichen Ziele. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen hier nun die wichtigsten sozialen Netzwerke im Detail vor. So können Sie, basierend auf unserem Vergleich, die passenden Anbieter für Ihre Social-Media-Strategie herauspicken!

Facebook – der Platzhirsch unter den Social Networks

  • Zielgruppe: Facebook ist das Urgestein der sozialen Netzwerke. Unter den rund 32 Mio. Facebook-Nutzern in Deutschland (Stand: 2019) finden Sie Menschen aller Altersgruppen. Mittlerweile verliert die Plattform jedoch bei jüngeren Usern an Beliebtheit.
  • Content-Formen: Facebook deckt mittlerweile alle Formate ab, die es gibt: Texte, Bilder, Videos bis zu einer Stunde Laufzeit, Live-Streams und sogar Stories, die nur 24 Stunden sichtbar sind.
  • Nutzen: Eine Facebook-Seite zu haben ist Pflicht, Punkt. Und die Facebook-Ads sollten auf jeden Fall ein wichtiger Teil Ihrer Social-Media-Strategie sein. Hierfür benötigen Sie den Facebook-Business-Manager. Der Vorteil: Hierüber können Sie auch direkt auf der Tochterplattform Instagram Werbeanzeigen schalten.
  • Werbung: Auf Facebook können Sie über ein Kampagnensystem sehr gezielt Werbung an unterschiedliche Zielgruppen ausspielen. Bild- und Videoanzeigen sind möglich, die dem Nutzer entweder direkt im News-Feed oder als Unterbrechung in Videos gezeigt wird. Lesen Sie, wie Sie auf Facebook werben können.
  • Interessanter Fakt: 64 % der Facebook-Nutzer würden ein Unternehmen lieber über den Facebook Messenger kontaktieren als per Telefon.

Instagram – ein lohnender Kandidat für Ihre Social-Media-Strategie

  • Zielgruppe: Die rund 21 Mio. Instagram-Nutzer in Deutschland sind ebenfalls sehr breit gestreut. Die Hauptgruppe machen aber vor allem Jugendliche und junge Erwachsene unter 35 aus. Der Fokus liegt bei der Plattform vor allem auf Lifestyle-Themen – das sollten Sie bei Ihrer Social-Media-Strategie bedenken.
  • Content-Formen: Instagram ist eine Plattform, die von ästhetischen Bildern, Grafiken und Videos dominiert wird, welche entweder über Hashtags oder im Explore-Feed gefunden werden. Diese können noch um Bildunterschriften ergänzt werden, wovon jedoch nur die ersten zwei Zeilen direkt zu sehen sind.
  • Nutzen: Instagram ist das Netzwerk mit der höchsten Interaktions-Rate und eignet sich besonders gut zur Selbstdarstellung. Eine ganz besonders interessante Funktion haben die Instagram Stories. Dort können Sie einfache Umfragen erstellen und so schnell und direkt die Bedürfnisse und Meinungen Ihrer Zielgruppe einschätzen.
  • Werbung: Instagram-Werbung läuft über einen mit dem Account verknüpften Facebook-Business-Konto. Die Anzeigen werden direkt im Feed oder zwischen Stories ausgespielt. Die so genannte „Entdecker“-Seite – oder auch das „Explore-Feed“ genannt – gewinnt werbetechnisch immer mehr an Bedeutung. Hier werden dem Nutzer, basierend auf seinen persönlichen Interessen und Vorlieben, entsprechende Beitragsvorschläge gezeigt. Hierüber lassen sich inzwischen sogar Shopping-Artikel einblenden, die den Nutzer direkt in einen Online-Shop lotsen.
  • Interessanter Fakt: 63 % der User sind täglich auf Instagram unterwegs. Damit ist Instagram die Plattform mit dem höchsten Nutzer-Engagement und damit ein wichtiger Baustein für jede Social-Media-Strategie.

Twitter – mit kurzen, knackigen Tweets immer am Ball

  • Zielgruppe: Auf Twitter können Sie vor allem Millennials ansprechen – also Nutzer bis 34 Jahre. Die Plattform ist in Deutschland nicht so beliebt wie beispielsweise in den USA. Nicht zuletzt aufgrund der exzessiven Twitter-Nutzung des amerikanischen Präsidenten dominiert Twitter dort immer wieder die Berichterstattung.
  • Content-Formen: Twitter zeichnet sich hauptsächlich durch die berühmten Kurznachrichten aus, deren Zeichenlimit jedoch mittlerweile bei 280 statt 140 liegt. Sie können diese Tweets durch Fotos oder Videos ergänzen und über Hashtags auffindbar machen.
  • Nutzen: Wenn Sie im Zuge Ihrer Social-Media-Strategie klare Statements zu aktuellen Themen setzen wollen, sind Sie auf Twitter richtig. Dafür eignen sich besonders die „Trends“, also Top-Themen, über die gerade viel getweetet wird. Bringen Sie hier Ihre fachliche Expertise mit ein, kann das Ihre Reichweite und Bekanntschaft steigern.
  • Werbung: Auch auf Twitter können Sie Geld gegen Reichweite tauschen – in Form von Sponsored Tweets, Sponsored Accounts und sogar Sponsored Trends. Letzteres ist vor allem dann interessant, wenn Sie Ihre Zielgruppe in kurzer Zeit auf einen bestimmten Hashtag aufmerksam machen wollen.
  • Interessanter Fakt: Wenn ein Unternehmen auf einen Tweet antwortet, wird es von 77 % der Nutzer positiver wahrgenommen.

XING und LinkedIn – ein Muss für Ihre Social-Media-Strategie im B2B

  • Zielgruppe: XING und LinkedIn sind Business-Netzwerke und damit vor allem relevant für die Social-Media-Strategie von B2B-Unternehmen. XING konzentriert sich hierbei auf den deutschsprachigen Raum und ist eine wichtige Plattform für Selbständige und Freelancer. LinkedIn dagegen ist ein internationales Netzwerk und wichtig, wenn länderübergreifendes Marketing betreiben möchten. Außerdem finden Sie bei LinkedIn mehr Fach- und Führungskräfte.
  • Content-Formen: XING und LinkedIn bieten Ihnen wieder eine bunte Auswahl an möglichen Content-Formen an. Hauptsächlich sind hier aber informative Textbeiträge an der Tagesordnung.
  • Nutzen: Wenn Sie im B2B-Bereich unterwegs sind und Ihre Social-Media-Strategie vor allem auf Business-Nutzer abzielt, sollten Sie auf XING und LinkedIn nicht verzichten. Die Plattformen dienen vor allem zur professionellen Präsentation des Unternehmens und der beruflichen Vernetzung ihrer Mitglieder.
  • Werbung: Werbung gibt’s auch hier. Auf XING taucht die in Form von Sponsored Posts und Artikeln im Feed von relevanten Nutzern auf, außerdem können Sie Werbemails versenden. Auf LinkedIn schalten Sie Werbeanzeigen über ein Auktionssystem – Sie konkurrieren also mit anderen Werbetretiktolibenden.
  • Interessanter Fakt: Obwohl LinkedIn ein internationales Netzwerk ist, hat es in Deutschland inzwischen mehr Nutzer als XING.

YouTube – DIE Video-Plattform mit großer Community

  • Zielgruppe: Aufgrund der vielen abgedeckten Interessengebiete ist auch YouTube mittlerweile zu einer Plattform für alle Altersgruppen herangewachsen.
  • Content-Formen: Videos, Video und Videos. Sagen wir es, wie es ist.
  • Nutzen: Tutorials, News, Interviews, Spaßvideos – auf YouTube ist alles präsent, was im Videoformat möglich ist. Deshalb lohnt sich die Plattform für Ihre Social-Media-Strategie auch nur, wenn Sie in der Hinsicht etwas zu bieten haben.
  • Werbung: YouTube war zwar früher werbefrei, setzt aber inzwischen wie jedes andere Netzwerk auch auf Einnahmen aus Textanzeigen. Diese erscheinen entweder direkt in den Video-Suchergebnissen, im Feed oder unter den Videobeiträgen. Werbespots werden zu Beginn der Videobeiträge angezeigt oder mittendrin eingespielt. YouTube-Werbung läuft über Ihr Google-Konto und nutzt deshalb auch die von Google erfassten Daten, um Werbeanzeigen gezielt auszuspielen.
  • Interessanter Fakt: Auf YouTube erreichen Sie inzwischen mehr Menschen im Alter von 18-49 als über herkömmliches Fernsehen.

TikTok – die neue Trend-App für jüngere Nutzer

  • Zielgruppe: TikTok richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene.
  • Content-Formen: Überwiegend kurze Musik- und Tanzvideos, oft in Form von Challenges – also beispielsweise ein bestimmter Tanzmove, den die Nutzer dann nachtanzen und posten. Aber auch Meme-Videos sind gerne gesehen.
  • Nutzen: Wer junge Zielgruppen erreichen und die kreative Seite seines Unternehmens unter Beweis stellen will, sollte TikTok in seine Social-Media-Strategie aufnehmen. Der Fokus liegt hier auf Interaktion. Für TikTok sollten Sie also Inhalte erstellen, die Ihre Fans zum Mitmachen einladen.
  • Werbung: Aktuell (Stand September 2020) steht Werbung auf TikTok in Deutschland noch in den Startlöchern und ist nur für ausgewählte Unternehmen verfügbar.
  • Interessanter Fakt: TikTok-User verbringen pro Tag im Schnitt satte 46 Minuten in der App – solche Zahlen erreicht sonst nur YouTube.

Snapchat – der Messenger unter den sozialen Netzwerken

  • Zielgruppe: Auf der Plattform mit dem kleinen Gespenst tummeln sich hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene.
  • Content-Formen: Fotos und Videos, oft mit kurzen Captions. Snapchat zeichnet sich vor allem durch lustige Selfie-Filter aus – und die können User selbst erstellen und der Community zur Verfügung stellen („Community Lenses“). Vielleicht hat ihr Unternehmen ja eine gute Idee für einen interessanten Filter?
  • Nutzen: Snapchat ist eine Mischung aus Messenger und sozialem Netzwerk. Nutzer können sich hier mit Freunden vernetzen, Nachrichten versenden und Stories posten. Klingt nach WhatsApp? Nicht ganz – denn im Gegensatz zu WhatsApp bietet dieser Dienst, ähnlich wie Instagram, eine Discover-Seite, auf der redaktionelle Inhalte präsentiert werden. Außerdem löschen sich Nachrichten nach gewisser Zeit von selbst und können nicht unendlich oft angesehen werden.
  • Werbung: Auch auf Snapchat können Sie werben. Die Anzeigen tauchen entweder im Discover-Feed oder zwischen Stories von Freunden auf.
  • Interessanter Fakt: 67 % der deutschen Snapchat-User erreichen Sie nicht auf Facebook. Aber 83 % sind auch auf Instagram unterwegs.

Pinterest – der Insider-Tipp für jede Social-Media-Strategie

  • Zielgruppe: Auf Pinterest sprechen Sie vor allem Millennials und – interessanterweise – überwiegend Frauen an.
  • Content-Formen: Text-Bild-Grafiken und Videos. Diesen Content können Sie übrigens direkt nutzen, um Produkte bekannt zu machen – denn die Pins lassen sich durch eine Partnerschaft mit Shopify direkt mit Ihrem Online-Shop verknüpfen.
  • Nutzen: Pinterest funktioniert eher wie eine Bilder-Suchmaschine als wie ein soziales Netzwerk. Aufgrund eines Deals mit Google tauchen die Inhalte von Pinterest bei entsprechenden Keywords auch vermehrt in den Google-Suchergebnissen auf. Pinterest dient seinen Nutzern als Inspirationsquelle für eigene Projekte. Möchten Sie mit Ihrer Social-Media-Strategie Ihren Traffic steigern oder Produkte bewerben, eignet sich diese Plattform ausgezeichnet. Das Besondere an dieser Plattform: User können für sie relevante Inhalte („Pins“) auf thematisch sortierten Pinnwänden zusammenstellen – und diese können von anderen Nutzern durchforstet und auf eigenen Pinnwänden „gepinnt“ werden.
  • Werbung: Auch auf Pinterest können Sie Werbung schalten. Die Anzeigen tauchen als Sponsored Post im Pinterest-Feed auf.
  • Interessanter Fakt: Über 25 % der Pinterest-User gehen mit einer klaren Kaufabsicht auf die Plattform.

Und? Haben Sie sich schon entschieden, welche Plattformen Teil Ihrer Social-Media-Strategie werden sollen? Wenn Sie bei den wichtigsten Netzwerken Facebook und Instagram einsteigen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Onlinekurs „Social Media Marketing“! Hier erfahren Sie alles, was Sie über Facebook wissen müssen und erhalten eine Schritt-für-Schritt Anleitung für Ihre erste erfolgreiche Facebook-Werbekampagne. Leichter gelingt der Einstieg kaum, also sichern Sie sich unsere vier Module voller Best Practices. Wir wünschen Ihnen in jedem Fall viel Erfolg bei der Entwicklung Ihrer eigenen Social-Media-Strategie! Und melden Sie sich doch einfach bei uns, wenn Sie Fragen haben.