SEO: Search Engine Optimization – oder ganz simpel: Suchmaschinenoptimierung – ist ein Thema, mit dem sich jedes Unternehmen, das im Internet Präsenz zeigt, in irgendeiner Art und Weise bereits beschäftigt hat. Das Ziel ist immer das gleiche: mit zielgruppenrelevanten Keywords im oberen Ranking bei der organischen Suche zu erscheinen.

Was die meisten Unternehmen jedoch unterschätzen: SEO bedeutet auch Arbeit. Ein gutes Ranking ist von vielen Faktoren abhängig und geschieht in den seltensten Fällen aus Zufall.

Vor allem große Unternehmen setzen daher lieber auf die vermeintlich einfachere Lösung und geben jährlich Unsummen aus, um es mit ihren relevanten Keywords bei Google & Co. ganz oben im Ranking zu schaffen. Keine Frage: Die professionelle Nutzung von Diensten wie AdWords oder ähnlichem ist in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung in einem gelungenen Marketing-Mix, eine langfristig angelegte SEO-Strategie trägt jedoch zu dauerhaft guten Rankings bei und kann somit auf lange Sicht die günstigere Variante darstellen.

Viele Unternehmer sind der Ansicht, dass ihre Online-Auftritte zu genüge suchmaschinenoptimiert sind, begehen dabei jedoch noch immer vermeidbare Fehler. Wir zeigen Ihnen die Lösungen für 5 häufige Fehler, die Sie in Ihrer SEO-Strategie womöglich noch immer begehen.

​Checkliste

​Haben Sie bei der Optimierung Ihrer Website

an alles gedacht?

​​Die wichtigesten Punkte im Überblick

Fehler #1: „Gute Rankings kommen irgendwann von alleine“

Relevante Positionen im Suchmaschinenranking sind von unzähligen Faktoren abhängig. Einer ist Ihr aktives Handeln! Sie möchten von Ihrer Zielgruppe gefunden werden? Dann machen Sie es den Suchmaschinen von Anfang an so einfach wie möglich! In vielen Köpfen herrscht auch heute noch die Meinung, dass gute Rankings bei Google nicht beeinflussbar sind. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit.

Lösung: Wenn Sie von Anfang an aktiv handeln, erleichtern Sie es Google zumindest, Ihre Websites auch als Ergebnis auszuliefern. Eines Ihrer neuen besten Werkzeuge: Die Google Search Console. Vereinfacht gesagt verraten Sie Google mit diesem Tool aktiv Ihren Wunsch, dass Google Ihre Website indexiert. Wichtig: Reichen Sie hier unbedingt die Sitemap Ihrer Seite ein – nur so hat die Suchmaschine einen vollständigen Überblick über Ihre gesamte Website.

Mithilfe der Search Console können Sie außerdem die optische Darstellung bestimmter Suchergebnisse (sog. Rich Cards) erstellen und verwalten. Des weiteren zeigt Ihnen dieses Tool Fehler an, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Ihrem SEO-Erfolg stehen (z. B. fehlerhafte Links).

Fehler #2: Sie denken, dass Ihre Website schnell genug ist

Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie sich ernsthaft Gedanken darüber gemacht, ob Ihre Website schnell genug für Google ist?

Fakt ist: Die Lade- und Aufbaugeschwindigkeit Ihrer Seite ist ein relevantes Kriterium dafür, ob Google Sie als Ergebnis in den oberen Reihen platziert. Google hat nur wenig Interesse daran, Ergebnisse auszuliefern, mit denen Nutzer bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben. In der heutigen Zeit, in der alles sofort passieren soll, sind schnelle Lade- und Aufbauzeiten wichtiger denn je.

Hilfreiche Tools, um herauszufinden, wie schnell Ihre Website ist:

Verbindliche Richtwerte sind hier schwer festzulegen. Generell gilt: Je schneller Ihre Seite ist, desto nutzerfreundlicher wird sie von Google eingestuft.

Fehler #3: Sie interessieren sich nicht für Ihre URLs

Den URLs Ihrer Website haben Sie bisher keine wirkliche Aufmerksamkeit geschenkt? Das sollten sie schleunigst ändern. Eine Website ist dynamisch: Besteht sie zu Beginn meist nur aus der Homepage und einigen Unterseiten, so wird sie nach einigen Monaten bereits auf ein Vielfaches angewachsen sein. Hier gilt es, den Überblick zu behalten.

Lösung: SEO Experte Franz Enzenhofer empfiehlt sechs Kriterien, die Ihre URLs erfüllen müssen, absteigend nach ihrer Wichtigkeit von wichtig nach weniger wichtig:

  1. Eine URL muss einzigartig sein.
    Doppelte URLs sind nicht möglich, ähnliche URLs können zu Verwirrungen führen.
  2. Eine URL muss dauerhaft sein.
    Leiten Sie Google nicht auf einen falschen Pfad. Sollte sich eine URL dennoch einmal ändern, richten Sie in jedem Fall eine 301-Weiterleitung ein.
  3. URLs müssen einfach zu verwalten sein.
    Landingpages, Kategorien, Formulare, Thank You Pages etc. Eine Website kann über einen längeren Zeitraum stark wachsen. Stellen Sie daher von Anfang an sicher, dass Sie eine URL-Struktur anwenden, die auch dann noch übersichtlich ist, wenn Ihre Seite „erwachsen“ geworden ist.
  4. URLs müssen skalierbar sein.
    Wer weiß schon, wie viele Seiten Ihre Website in drei Jahren haben wird?
  5. URLs müssen kurz und prägnant sein.
    Niemand kann sich kryptische URLs merken. Auch bei Google wird die URL in den Suchergebnissen angezeigt, sie sollte daher prägnant und optisch ansprechend sein.
  6. URLs sollten den Inhalt der Seite in Keywords widerspiegeln.
    Die URL sollte inhaltlich zu der Seite passen.

Fehler #4: Sie vernachlässigen Ihren Content

Ihre Zielgruppe hat ein Problem, und Sie haben die Lösung? Dann schrei(b)en Sie sie in die Welt hinaus!

Eine Website, die Ihrer Zielgruppe schöne Bilder und Videos von Ihrem Unternehmenssitz zeigt, mag eine tolle Sache sein, trägt aber in den seltensten Fällen dazu bei, dass Ihre Zielperson diese auch auf Google findet, wenn sie auf der Suche nach einer Lösung für ihr Problem ist.

Lösung: Auch hier gilt: Die Mischung macht’s! Zeigen Sie auf Ihrer Website, dass Sie Ihr Handwerk verstehen und vermitteln Sie Ihrer Zielgruppe beispielsweise in einem Unternehmensblog, dass Sie Lösungen für deren Probleme haben. Im Idealfall sind Ihre dargebotenen Lösungen unmittelbar von Ihrer Zielperson umsetzbar.

Zu einer guten Content-Strategie gehört auch, dass Sie Ihren Content aktuell halten, ergänzen und stets überprüfen, ob gewisse Inhalte noch relevant sind. Inhalte, die der Überprüfung nicht standhalten, sollten Sie in regelmäßigen Abständen löschen.

Fehler #5: SEO wird nicht klar und deutlich als Ziel kommuniziert

Das Ziel der Online-Präsenz eines jeden Unternehmen ist es, von der relevanten Persona gefunden zu werden. Dieses Ziel erreichen Sie auf lange Sicht nur dann, wenn SEO in Ihrem Unternehmen eine hohe Priorität einnimmt. Eine grafisch anspruchsvoll gestaltete Website trägt nur wenig zu Ihrem Erfolg bei, wenn Sie nicht von Ihrer Zielgruppe gefunden wird.

Lösung: Kommunizieren Sie im Unternehmen klar und deutlich, was Sie mit Ihrem Online-Angebot erreichen möchten. Bedenken Sie dabei, dass SEO nur dann erfolgreich sein kann, wenn alle relevanten Abteilungen (IT, Marketing & Kommunikation) das gleiche Ziel verfolgen. Idealerweise übertragen Sie einer Person die Verantwortung dafür, dass diese Abteilungen in allen SEO-Fragen Hand in Hand zusammenarbeiten.

SEO – Eine langfristige Investition

SEO kann nur dann erfolgreich sein, wenn ein Webseitenbetreiber aktiven Einfluss auf die Umsetzung der wichtigsten SEO-relevanten Kriterien nimmt.

Die wichtigste Grundlage dafür ist, sich darüber bewusst zu sein, dass Suchmaschinenrankings über eine lange Sicht aktiv beeinflussbar sind. Ist man sich dessen im Klaren und auch bereit, den notwendigen Aufwand in Optimierungsmaßnahmen zu stecken, zahlt sich das nicht nur durch bessere Rankings aus, sondern zeigt sich langfristig auch durch höhere Nutzerzahlen und somit größerer organischer Reichweite.

Abschließend sei gesagt, dass dieser Beitrag nur einen Ausschnitt wichtiger SEO-relevanter Kriterien wiedergibt und vor allem die Intention hat, auf ein Grundproblem aufmerksam zu machen: Das Thema SEO fristet in vielen Unternehmen noch immer ein Nischendasein.

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