Ein Podcast ist ein Unternehmerradio, das Ihre Botschaft direkt zu Ihrer Zielgruppe bringt. Aber nur, wenn Sie es richtig machen. Ihr professioneller Podcast kann schon bald neue Kunden bringen – Tag für Tag. Viele Podcaster der ersten Stunde sprechen davon, dass sie anfangs einiges falsch gemacht haben. Dieser Artikel bringt die wichtigsten Punkte für Sie als Unternehmer auf den Punkt und erklärt Schritt für Schritt, wie Sie einen wirksamen Podcast produzieren.

Sie können diesen Beitrag auch als Podcast hören:

Was ist ein Podcast?

Viele Menschen denken, dass ein Podcast einfach nur eine Audio-Aufnahme ist. Allerdings trifft es das nicht ganz, denn ein Podcast ist eine regelmäßig erscheinende Sendung, die über das Internet ausgeliefert wird. In den allermeisten Fällen handelt es sich um eine reine Audio-Produktion, doch es gibt natürlich auch Video-Produktionen. Hier wollen wir uns auf die Audio-Produktion beschränken, weil diese Variante das beste Verhältnis von Aufwand und Nutzen aufweist.

Eine typische Podcast-Folge ist zwischen 10 Minuten und einer Stunde lang. Allerdings dürften die meisten typischen Ausgaben etwa 20 Minuten lang sein. Das hängt mit den Gewohnheiten der Podcasthörer zusammen.

Wer hört einen Podcast?

Im Gespräch mit meinen Kunden kommt oft die Frage „Wer bitteschön hört denn Podcasts?“. Dann erkenne ich sofort, dass ich einem Nicht-Podcaster gegenüber sitze. Podcast-Hörer nutzen Zeiten, in denen sie sich auf das Zuhören konzentrieren können, während die Augen  – und oft auch die Hände – für etwas anderes eingeteilt sind. Beim Autofahren, in der U-Bahn, beim Sport oder bei der Hausarbeit gibt es statt Musik etwas „Sinnvolles“ auf die Ohren.

Seit im Jahr 2014 das iOS 8 als Betriebssystem der iPhones auf den Markt kam, erfreuen sich Podcasts eines zusätzlich Booms. Zuvor war die Podcast App eine Option. Seit der Version 8 des Betriebssystems ist sie im Standardumfang der mitgelieferten Apps enthalten und kann auch nicht mehr gelöscht werden. Dadurch hat sich die Zahl der Podcast-Hörer nochmals erhöht.


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Warum der Podcast von vielen unterschätzt wird

Podcast-Hörer sind wie Radio-Hörer, nur wählerischer. So wie Youtube in bestimmten Bereichen das Fernsehen als Medium angreift, ist der Podcast ein Wettbewerber des Radios. Die Menschen haben damit begonnen, sich ihr eigenes Radioprogramm zusammenzustellen. Das tun sie, indem sie sich bewusst Sendungen aussuchen, die sie interessieren.

Podcasts werden in der Regel abonniert. Das bedeutet, dass die ausgewählten Programme automatisch aktualisiert werden. Dem Hörer werden dann die neuen Episoden angezeigt und er kann sie hören, wann immer er Zeit dafür hat. Diese automatische Auslieferung ist ein Faktor, der die Reichweite von Podcasts erheblich steigert, weil er typische Konsumgewohnheiten der Hörer unterstützt. Im Auto, beim Sport oder beim Hausputz schalten sie statt des Radios einfach einen aktuellen Podcast ein.

Warum ein Podcast im besonderen Maße Vertrauen aufbaut

Wenn man einen Text liest, lässt sich ein Schreibstil erkennen. Nicht immer und nicht bei jedem Autor, doch bestimmt können Sie ihren Lieblingsautor sofort erkennen, falls Sie einen haben. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn zusätzlich noch eine Stimme ins Spiel kommt. Selbst wenn Sie nur selten Radio hören, werden Sie die verschiedenen Moderatoren inzwischen vermutlich leicht erkennen. Falls Sie regelmäßig einen bestimmte Sendung hören, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit im Auto, entwickelt sich sogar eine gewisse Verbundenheit.

Diese Verbundenheit, die sich zu Vertrautheit und schließlich zu Vertrauen entwickeln kann, ist die besondere Kraft des gesprochenen Wortes. Selbst wenn Sie keine „besondere Stimme“ haben, ist sie dennoch etwas Besonderes und unverwechselbar. Der Klang der Stimme erzeugt beim Hörer ein besondere Nähe, die sich mit einem Lesetext kaum erreichen lässt. Die Regelmäßigkeit der Erscheinung von neuen Podcast-Folgen in Verbindung mit der Vertrautheit der Stimme kann wesentlich zum Beziehungsaufbau mit der Zielgruppe beitragen.

Welchen Inhalt kann man nutzen, um einen Podcast zu füllen?

Falls Sie bereits einen regelmäßigen Blog haben, ist es sehr leicht, die Blog-Texte als Grundlage für den Podcast zu verwenden. Solche von einer Person gesprochenen Texte nennt man unter Podcastern „Selfie“, weil man sich selbst aufnimmt. Der Text muss nur ein wenig angepasst werden, um sinnfreie Passagen wie z.B. „wie Sie weiter oben gelesen haben…“ zu vermeiden.

Ein anderes beliebtes Podcast-Format ist das Interview. Bei diesem Format bringt ein Gastgeber unterschiedliche Interviewpartner mit in die Sendung, die er so befragt, dass es für die Hörer interessant ist. Dadurch entsteht wertvoller Content für die jeweilige Zielgruppe.

In beiden Fällen ist es hilfreich, wenn Sie schon viele Wochen vorher wissen, welches Thema Sie wann behandeln wollen.

Was ist bei der Produktion eines Podcast zu beachten?

Lassen Sie uns unterscheiden zwischen der Frage, wie aufwendig es ist, einen Podcast zu planen und der Frage, wie viel Aufwand es kostet, eine Podcast-Folge aufzunehmen und zu produzieren. Beginnen wir mit der Planung. Viele Podcast-Projekte scheitern daran, dass man nach der dritten oder vierten Folge keinen relevanten Content mehr findet und die Sache dann einschlafen lässt. Erfahrene Podcast-Hörer kennen dieses Verhalten und werden den Podcast mit großer Sicherheit erst dann abonnieren, wenn der Anbieter bewiesen hat, dass er ein wenig Durchhaltevermögen mitbringt. Erstellen Sie sich deshalb unbedingt zunächst einen Redaktionsplan, um zu klären, was Sie in den ersten zehn oder 20 Folgen inhaltlich behandeln wollen. Im Anschluss sollten Sie die Inhalte der ersten fünf Folgen komplett vorbereiten. Das bedeutet, dass Sie entweder den Sprechtext schreiben oder die Interviews mit den Interviewpartnern zeitlich planen und die Fragen festlegen.

Finden Sie im Rahmen der Planung einen Titel, der sowohl ansprechend ist als auch typische Suchworte Ihrer Zielgruppe enthält. Als nächstes sollten Sie ein Cover erstellen lassen, das quadratisch ist und mindestens 2500 Pixel Kantenlänge hat. Dieses Cover muss auch dann noch attraktiv und aussagekräftig sein, wenn es stark verkleinert wird.

Lassen Sie sich außerdem einen Einstieg (Intro) und einen Ausstieg (Outro) erstellen, der musikalisch das ausdrückt, was zu Ihnen und Ihren Inhalten passt. Viele musikalisch begabte Menschen können das mit Apples Software „GarageBand“ tun. Oder Sie fragen in Ihrer lokalen Radiostation nach, ob einer der Moderatoren das für Sie tun kann. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass die Musik frei von Rechten Dritter ist und dass keine GEMA-Gebühren anfallen. Wenn Sie einen Dienstleister suchen, der das für Sie löst, schreiben Sie uns eine Email an info@content-marketing-star.de mit dem Betreff Podcast-Produktion und wir geben Ihnen gerne eine aktuelle Liste.

Wie viel Aufwand ist es, einen Podcast zu produzieren?

Wenn Sie selbst kreativ sind, können Sie die genannten Vorbereitungsarbeiten sicher binnen drei Arbeitstagen leisten. Wenn Sie nicht alles selbst machen wollen, können Sie die Dienstleistung für Ton und Grafik einkaufen. Als Budget sollten Sie 1.500 Euro oder weniger einplanen.

Wie nimmt man eine Podcast-Folge auf?

Zur Aufnahme eines „Selfie-Podcasts“ benötigen Sie einen Computer sowie die passende Software zur Aufnahme. Außerdem sollten Sie sich ein gutes Mikrofon, eine erschütterungsfreie Aufhängung (Spinne) sowie einen Ständer zulegen. Als Aufnahmesoftware empfiehlt sich Apples GarageBand oder das Profi-Werkzeug Logic Pro X. Wenn Sie Windows einsetzen, können Sie Audacity oder das Profi-Werkzeug Adobe Audition nutzen. Wir haben für Sie eine Checkliste zusammengestellt, in der alle Links zu passender Hardware und Software vermerkt sind. Diese Checkliste können Sie ganz einfach hier anfordern.

Wenn Sie ein Interview aufnehmen möchten, benötigen Sie in der Regel zwei Mikrofone, die jeweils einen Sprecher aufnehmen. Die Einstellung ist etwas komplex, funktioniert aber zumindest bei Apple problemlos mit zwei USB-Mikrophonen ohne weitere Hardware zum Mischen. Alternativ können Sie auch ein Skype-Interview führen. Nutzen Sie in diesem Fall ein Plugin wie zum Beispiel http://www.ecamm.com (Mac) oder http://voipcallrecording.com/(Windows). Auf diese Weise erhalten Sie am Ende Ihres Skype-Interviews eine Aufnahme, die Sie weiterverarbeiten können.

Bei beiden Varianten muss nun noch der Anfang und das Ende der Aufnahme geschnitten werden. Möglicherweise kann es auch notwendig werden, einzelne Passagen herauszuschneiden. Im Anschluss müssen nur noch das Intro und das Outro eingesetzt werden, ehe das Gesamtwerk auf ein Lautstärken-Niveau angepasst werden kann. Nun wird die fertige MP3-Datei auf einen Medienserver hochgeladen und mit Texten für Titel und Beschreibung versehen.

Für die Aufnahme können Sie etwa zehn Minuten für 8.000 Zeichen Sprechtext einplanen. Bei einem Interview ist der Zeitaufwand durch das Interview selbst bestimmt. Für die Nachbearbeitung der Audiodatei, die Produktion der finalen MP3, die Begleittexte sowie das Hochladen auf den Server sollten Sie ca. zwei bis drei Stunden pro Folge einplanen. Wenn Sie einen Dienstleister suchen, der das ausgehend von Ihrer Roh-Aufnahme für Sie erledigt, empfehlen wir Ihnen gerne einen passenden Anbieter, wenn Sie uns eine Email an info@content-marketing-star.de mit dem Betreff Podcast-Produktion senden. Auch für den Fall, dass Sie den Podcast lieber von einem professionellen Sprecher aufnehmen lassen wollen, haben wir Empfehlungen für Sie.

Wie kommt mein Podcast zum Kunden?

Ihre potenziellen Hörer nutzen eine Podcast-App, um Podcasts zu abonnieren und die jeweils neueste Folge zu hören. Sämtliche dieser Apps verwenden einen sogenannten „RSS Feed“ als Grundlage. Bei diesem Feed handelt es sich um ein Format, das neben der Audiodatei auch Titel, Coverbild und eine Beschreibung des Inhaltes der einzelnen Folgen überträgt.

Um diesen Feed zu erzeugen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder Sie nutzen einen eigenen Server oder ein sogenanntes Plugin für WordPress, um die Podcast-Folgen von Ihrem Blog aus zu verbreiten. Dieses Verfahren bietet sich jedoch nur bei sehr kleinen Zielgruppen an, weil die Website sonst am Tag der Erscheinung neuer Folgen so stark beansprucht wird, dass kaum noch eine sinnvolle Nutzung möglich ist.

Wir empfehlen, einen professionellen Medienserver zu mieten, was bereits ab 5$ pro Monat möglich ist. Mögliche Anbieter sind libsyn.com, blubrry.com oder podbean.com. Sie alle haben gemeinsam, dass sich dort ein Podcast mit Cover und grundlegenden Informationen anlegen lässt. Im Anschluss werden die einzelnen Folgen als Audio-Datei hochgeladen und mit Texten sowie einem Erscheinungstermin gespeichert. Der Medienserver liefert eine URL, die den Feed enthält. Mit dieser URL können Sie Ihren Podcast bei Podcast-Verzeichnissen wie iTunes oder Stitcher anmelden. Zu dem jeweils vorgesehenen Datum spielt der Medienserver die neuen Folgen in den Feed und die einzelnen Nutzer bekommen die neueste Ausgabe der abonnierten Podcasts auf ihr Smartphone.


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Wie kann ich die Hörer meines Podcasts direkt ansprechen?

Das Prinzip des Content-Marketing beruht auf Anbau, Ernte, Destillat und Reife. Wenn Sie einen Podcast produzieren, ist das lediglich der Anbau. Möchten Sie Ihre Hörer direkt kontaktieren, ist zur Ernte ein Medienbruch zu überwinden, weil der Hörer zunächst sein Hören unterbrechen muss, um sich auf einer Website einzutragen und seine Email-Adresse zu hinterlassen. Wegen dieses Hindernisses ist es notwendig, im Tausch gegen die Adresse attraktiven Content anzubieten. Dieser Content ist im Idealfall so gestaltet, dass er die gehörten Inhalte sinnvoll ergänzt.  Mögliche Ideen sind zum Beispiel eine zusätzliche Liste mit spannenden Links, eine Checkliste, eine grafische Darstellung oder etwas anderes, was als gesprochenes Wort nicht seine volle Wirkung entfalten würde. Sobald sich Ihr Podcast-Hörer die versprochenen Inhalte im Tausch gegen seine Email-Adresse abholt, können Sie direkt ansprechen.

Und weil wir nach dem gleichen Prinzip arbeiten, haben wir ein Angebot für Sie: Wenn Sie uns Ihre Email-Adresse anvertrauen, bekommen Sie eine Anleitung für Ihre Podcast-Produktion sowie eine Zusammenfassung aller Empfehlungen für Hardware und Software. Und weil sich der Markt ständig ändert, senden wir Ihnen ca. alle sechs Monate kostenlos ein Update zu und wir geben Ihnen einen Überblick zu allem, was man als erfolgreicher Podcast-Anbieter wissen sollte.

Bildquelle: Titelbild: © Fotolia 2016 /macrovector

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