Wenn Sie diesen Beitrag geöffnet haben, beschäftigt Sie sicherlich vor allem ein Thema: Wie können Sie die Sichtbarkeit Ihrer Praxis steigern und neue Patienten von sich überzeugen? Wenn Sie diesen Beitrag geöffnet haben, ist Ihnen wohl auch schon mehr oder weniger klar, wie die Antwort lautet: Mit Marketing!

Erfahren Sie heute, wie gutes Marketing für Arztpraxen aussieht und wie es Ihnen helfen kann, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Ihre Website – Ihr Aushängeschild

Im vorherigen Beitrag dieser Reihe haben wir uns kurz angesehen, warum beim Marketing für Arztpraxen vor allem eine gute Webseite wichtig ist – und das nicht ohne Grund! Ihre Webseite ist das Aushängeschild Ihrer Praxis und sollte auch dementsprechend viel Aufmerksamkeit erhalten. Machen wir uns deshalb ein paar Gedanken, wie Sie dafür sorgen können, dass der erste Eindruck auch wirklich positiv ist.

Die Basics

Ihre zukünftigen Patienten möchten beim ersten Besuch auf Ihrer Webseite vor allem drei Dinge wissen: Bin ich hier mit meinen Beschwerden gut aufgehoben? Wie komme ich dorthin? Wie und wann kann ich einen Termin bekommen? Stellen Sie also sicher, dass Sie über Leistungsspektrum, Kontaktdaten, Anfahrt und Öffnungszeiten informieren.

Wer bin ich? Und warum kann man mir vertrauen?

Der Fehler vieler Ärzte: Auf ihrer Webseite gehen Sie nicht über die Basics hinaus. An dieser Stelle kommt also schon die erste und überaus einfache Methode, sich in ein gutes Licht zu rücken: Stellen Sie Ihre Praxis, sich und Ihr Team vor! Schließlich spielt beim Arztbesuch auch immer Vertrauen und Wohlbefinden eine große Rolle. Und das ist nirgends schwieriger zu erlangen, als in einer fremden Umgebung bei fremden Leuten.

Für Ihre Praxis selbst bedeutet das: Erwähnen Sie spezielle Angebote wie barrierefreie Zugänge oder besondere Behandlungsverfahren. Lassen Sie professionelle Fotos machen, die Ihre Behandlungs-, Sprech- und Wartezimmer zeigen, damit Ihre Patienten sich ein Bild machen können.

Für Sie und Ihr Team bedeutet das: Nichts wirkt sympathischer als freundliche Fotos, die Sie und Ihr Team vorstellen. Vielleicht passt dazu noch ein kurzer, lockerer Steckbrief, der Näheres verrät? Oder sprechen Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen neben Deutsch vielleicht noch andere Sprachen? Dann erwähnen Sie dies unbedingt auf Ihrer Website.

Die gute alte Broschüre

Moment mal – eben war noch von der Webseite die Rede, und jetzt sollen Sie trotzdem wieder Papier bedrucken? Sicher, warum auch nicht? Eine gut aufgemachte Broschüre ist beim Marketing für Arztpraxen ein wichtiger Faktor. Hier können Sie allgemeine Infos wie Leistungen, Öffnungszeiten oder auch häufig gestellte Fragen handlich zu Verfügung stellen. Das eignet sich besonders für Patienten, die mit dem Internet nicht viel am Hut haben und die Broschüre dann an andere potenzielle Patienten weitergeben, die mit dem Internet ebenfalls nicht viel am Hut haben. Für alle anderen können Sie die Broschüre auch auf Ihrer Webseite zum Download anbieten.

Lassen Sie sich bewerten

Kennen Sie medizinische Bewertungsportale wie Jameda? Hoffentlich, denn die sind eine perfekte Chance für das Marketing für Arztpraxen. Achten Sie jedoch darauf, Ihr Profil vollständig auszufüllen. Laden Sie ein aussagekräftiges Profilbild hoch und verlinken Sie Ihre Webseite. Präsentieren Sie Ihren Lebenslauf und Ihre Behandlungsschwerpunkte. Hinterlegen Sie die Öffnungszeiten Ihrer Praxis und schreiben Sie einen netten Begrüßungstext.

Bitten Sie anschließend Ihre Patienten, eine kurze Bewertung der Behandlung oder auch der Praxis zu hinterlassen. So geben sie auch anderen die Möglichkeit, sich ein Bild von Ihnen und Ihrer Praxis zu machen. In Zeiten, in denen sich Menschen über alles informieren können, wirken gute Bewertungen Wunder!

Bewertungen können Sie auch in Form von sogenannten Testimonials direkt auf Ihrer Webseite veröffentlichen. Vielleicht haben ja einige Ihrer Patienten sogar Lust, in einem kurzen Video etwas über ihre Erfahrungen zu berichten?

Teilen Sie Ihr Wissen

Der „Halbgott in Weiß“ wirkt noch viel einschüchternder, wenn er mit Begriffen um sich wirft, die Normalsterbliche nicht verstehen. Was hilft also, wenn Sie das Vertrauen Ihrer Patienten gewinnen und ihnen auf Augenhöhe begegnen möchten? Die Antwort lautet: Content Marketing. Nutzen Sie zum Beispiel Ihre Webseite, um in einem übersichtlichen Glossar die wichtigsten Begriffe Ihrer Fachrichtung verständlich zu erklären. Das hat gleich zwei Vorteile:

Vorteil 1: Vertrauen des Patienten

  • Für Patienten einer Zahnarztpraxis wirkt es – während sie mit weit geöffnetem Mund an die Decke starren – beruhigender, wenn sie aufgrund des Glossars mehr von dem verstehen, was Sie ihnen gerade über ihre Zähne erzählen.
  • Patienten einer homöopathischen Praxis können sich auf Ihrer Website bereits über Behandlungsmethoden informieren. So geraten sie nicht in Panik, wenn Sie die vermeintlich negative Reaktion ihres Körpers auf die Behandlung mit dem Terminus “Erstverschlimmerung” erklären.

Vorteil 2: „Futter“ für die Suchmaschine

  • Auch beim Marketing für Arztpraxen ist ein Glossar durchaus hilfreich für die wichtige Suchmaschinenoptimierung: Menschen, die spezielle Begriffe googlen, landen über Ihr Glossar auf Ihrer Webseite. So werden Sie bekannter.

Relevante und regelmäßige Blogbeiträge sind ebenfalls sinnvoll, um die Fragen Ihrer Patienten zu beantworten und Ihnen bei der Suche nach einem Experten zu helfen. Achten Sie jedoch immer darauf, dass bei der Veröffentlichung medizinischer Inhalte nicht alles rechtens ist. Im Zweifelsfall können Sie die Landesärztekammer heranziehen, um Abmahnungen oder Schlimmeres zu vermeiden.

In diesem Beitrag haben Sie nun schon einige Tipps erhalten, was beim Marketing für Ärzte und Arztpraxen zählt. In unserem nächsten Artikel erfahren Sie genauer, wie gute Blogbeiträge aussehen, wie Ihnen Google helfen kann und wie Sie darüber hinaus Facebook und Co. für Ihr Marketing einsetzen können – also bleiben Sie gespannt! Und vermeiden Sie bis dahin unbedingt die 5 häufigsten Fehler beim Marketing für Ärzte.