Patienten wünschen sich die beste Behandlung in der besten Klinik. Und gute Kliniken wünschen sich möglichst viele Patienten. Doch die Patientengewinnung wird immer schwieriger. Und auch eine moderne medizinische Einrichtung mit guter Reputation muss sich bemühen, um potenzielle Patienten zu erreichen. Mit diesen Ideen rund ums Klinikmarketing können Sie sich positiv vom Wettbewerb abheben.

Wen soll das Klinikmarketing erreichen?

Die Wahl der richtigen Klinik oder des richtigen Arztes ist eine komplexe Entscheidung, bei der oftmals viele Ängste mitspielen. Ein allgemein gutes Image und zufriedene Patienten, die Empfehlungen aussprechen, sind das A und O, um als Behandlungsort überhaupt infrage zu kommen. Doch mindestens genauso wichtig ist die direkte Ansprache der Personen, die darüber entscheiden, ob Ihre Klinik die richtige Wahl ist. Zielgerichtetes Klinikmarketing sollte sich deshalb auf überweisende Ärzte einerseits und potenzielle Patienten andererseits fokussieren. Angenommen, Sie sind auf der Suche nach neuen Patienten für Ihre Zahnklinik. Mit den folgenden fünf Ideen können Sie die gewünschten Zielgruppen erreichen.

Idee 1: Durch gute Inhalte Vertrauen schaffen

Eines der wichtigsten Auswahlkriterien, die Patienten bei der Suche nach einem Arzt heranziehen, ist und bleibt dessen Fachwissen. Wie können Sie also das Vertrauen eines Patienten gewinnen und ihm aufzeigen, dass Ihre Klinik die richtige für ihn ist? Die Lösung lautet: durch Content Marketing.
Immer mehr Patienten informieren sich vor allem online bereits vor dem Arztbesuch über Symptome, mögliche Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten. Doch gerade im Gesundheitswesen ist es nicht einfach, zuverlässige Informationen zu finden. Im Rahmen Ihres Klinikmarketings können Sie diesen Bedarf nach „Fachwissen für den Laien“ stillen. Erstellen Sie dazu Ihre eigenen Inhalte, die Sie kostenlos zur Verfügung stellen. Verschiedene Formate bieten sich für diese Inhalte an:

​LEITFADEN KLINIKMARKETING

​Alles, was Sie über ​erfolgreiches Klinikmarketing wissen müssen.

  • Blogbeiträge/Texte
  • Infografiken
  • Animationen
  • Videos
  • Podcasts/Audioaufnahmen

Was zunächst nach zusätzlicher Arbeit ohne direkten Nutzen klingt, ist auf den zweiten Blick der ideale Weg zur Patientengewinnung. Denn durch den hochwertigen Content wird ein Prozess angestoßen, an dessen Ende ein potenzieller Patient tatsächlich den Weg zu Ihrer Klinik findet. Ein Beispiel verdeutlicht das Schema:

  1. Auf dem Blog Ihrer Zahnarztklinik veröffentlichen Sie einen Artikel mit dem Titel „Zahnfleischbluten: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten“. Dieser gibt einen fachlich versierten, aber dennoch für den Laien verständlichen Überblick zu genau dieser Thematik.
  2. Ein Mann, der unter Zahnfleischbluten leidet, sucht wenige Monate später online nach den möglichen Ursachen. Er gibt in der Suchmaschine Suchbegriffe wie „Zahnfleischbluten Ursachen“, „Warum blutet mein Zahnfleisch?“ oder „Was tun bei Zahnfleischbluten“ ein.
  3. Ihr suchmaschinenoptimierter Artikel wird auf der ersten Seite der Suchergebnisse angezeigt und zieht dank der aussagekräftigen Überschrift und der passenden Kurzbeschreibung das Interesse des potenziellen Patienten auf sich.
  4. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten: Im besten Fall ist der potenzielle Patient aufgrund Ihres guten Klinikmarketings sofort überzeugt von Ihrer Expertise. Er schaut sich auf Ihrer Website um und vereinbart einen Termin, um sich von Ihnen behandeln zu lassen. Alternativ könnte er sich aber, basierend auf dem Inhalt Ihres Artikels, auch dazu entscheiden, akut keine Hilfe zu benötigen. In diesem Fall kommt keine direkte Terminvereinbarung zustande. Dennoch haben Sie, bewusst oder unbewusst, sein Vertrauen gewonnen – und Vertrauen zu schaffen ist beim Klinikmarketing ein entscheidender Faktor. Aus diesem Grund erinnert er sich beim nächsten Zahnproblem an Sie, sucht Ihren Blog oder Ihre Website auf und vereinbart nun einen Termin. Auf Ihrer Website können Sie zusätzliche Möglichkeiten nutzen, um die Kontaktdaten eines Interessenten zu gewinnen: Bieten Sie Ihren Interessenten einen sogenannten Leadmagneten an. Das ist ein Dokument mit weiterführenden Informationen, welches er sich kostenlos herunterladen kann – im Gegenzug für seine Kontaktdaten. Denkbar wäre hier zum Beispiel eine Anleitung zum zahnfleischschonenden Zähneputzen im PDF-Format. Haben Sie in diesem Rahmen die Kontaktdaten erhalten, können Sie diese dann auch direkt in Ihren Newsletterverteiler aufnehmen, sofern dies nicht bereits automatisiert geschieht. Nun können Sie durch regelmäßige Kontaktaufnahme via E-Mail dafür sorgen, dass Sie vom potentiellen Patienten nicht vergessen werden.

Ob die Patienten direkt oder erst nach einiger Zeit zu Ihnen kommen: Mit gutem Content positionieren Sie sich als Experte, dem Patienten ihr Vertrauen schenken. Und davon profitieren Sie und Ihr Klinikmarketing langfristig.

Idee 2: SEO und SEA für mehr Sichtbarkeit

Auch wenn Sie bisher kein Content Marketing für Ihre Klinik betrieben haben: Ein Webauftritt gehört inzwischen zur Grundausstattung für gutes Klinikmarketing. Neben der Richtigkeit und Relevanz der Informationen und einer ansprechenden, nutzerfreundlichen Gestaltung sollten Sie Ihre Website jedoch auch hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) untersuchen. Denn was nützt eine tolle Website, wenn sie von niemandem gefunden wird? Nach welchen Kriterien Google und Co. die Reihenfolge der angezeigten Suchergebnisse bestimmt, ist offiziell ein großes Geheimnis – und der Algorithmus wird immer wieder überarbeitet. Wer auf die folgenden drei Faktoren achtet, hat zumindest eine gute Basis geschaffen. Im Idealfall lassen Ihre Seite von einem SEO-Profi überprüfen und optimieren.

  • Keywords: Die Optimierung der Website hinsichtlich bestimmter Suchbegriffe und Keywords ist die grundlegende Voraussetzung für ein gutes Rankingergebnis. Wer beispielsweise nach „Augenarzt Köln“ oder „Wurzelbehandlung Dortmund“ sucht, kann nur dann bei Ihnen landen, wenn die entsprechenden Begriffe auf der Website zu finden sind.
  • Metadaten: Nicht nur der Fließtext auf der Seite sollte optimiert sein, auch die sogenannten Metadaten beeinflussen das Ranking. Title Tag, Meta Description oder Alt-Attribut eines Bildes sollten deshalb unbedingt bewusst angelegt und ebenfalls mit Keywords gespickt sein.
  • Responsive Design: Durch die wachsende Bedeutung der mobilen Internetnutzung wird das Responsive Design, also die automatische Anpassung der Website-Anzeige an mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets, immer wichtiger. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Online-Auftritt für die mobile Ansicht optimiert ist.

Und nicht nur die „normale“ Website, auch Ihr regelmäßig erstellter Content sollte unbedingt SEO-optimiert sein, damit er bestmöglich gefunden wird. Zusätzlich zur SEO kann auch SEA, also das Schalten von bezahlten Anzeigen im Umfeld der Suchmaschinenergebnisse, dabei helfen, Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und Ihnen somit neue Patienten bescheren.

Idee 3: Newsletter als Teil des Klinikmarketings

Ein Newsletter kann für Patienten und überweisende Ärzte gleichermaßen ein passendes Marketinginstrument sein – vorausgesetzt die Inhalte sind an die jeweilige Zielgruppe angepasst. Es bringt wenig, den gleichen Newsletter an zwei verschiedene Verteiler mit unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen zu senden.

Ein Newsletter für die Patienten der Zahnklinik könnte beispielsweise Tipps zu Themen wie richtiger Ernährung bei bestimmten Zahnproblemen beinhalten oder einen kurzen Ratgeber zum Auswählen der passenden Zahnbürste. Zudem ist der Newsletter ideal, um auf die neuen Inhalte im Rahmen des Content Marketings, wie beispielsweise neue Blogartikel, hinzuweisen. Für überweisende Ärzte sind die Einstellung neuer Kollegen, die Anschaffung von modernen Geräten, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse oder neue Therapieformen interessant. Die regelmäßigen, nützlichen Informationen sorgen dafür, dass Ihre Klinik positiv im Gedächtnis bleibt und im Falle eines akuten Bedarfs sofort als Option herangezogen wird. Und das ist ja das Ziel, das Sie mit Ihrem Klinikmarketing erreichen möchten.

Idee 4: Mit Fachartikeln und Vorträgen glänzen

Damit andere Ärzte Ihre Klinik an ihre Patienten empfehlen, müssen diese Zuweiser davon überzeugt sein, dass Sie die beste Wahl sind. Neben persönlichen Verbindungen, die die Überweisung beeinflussen, können Sie vor allem durch Ihr Fachwissen dazu beitragen, mehr Patienten von Kollegen zugewiesen zu bekommen. Denn gutes Klinikmarketing muss online und offline stattfinden. Ergänzend zum Publizieren von Inhalten auf eigenen Plattformen wie Ihrem Klinikblog sollten Sie unbedingt auch andere Medien und Wege nutzen, um Ihre Expertise an die Öffentlichkeit zu tragen.
Veröffentlichen Sie Fachartikel in den einschlägigen Magazinen oder halten Sie Vorträge auf Konferenzen und Kongressen. Berichten Sie zum Beispiel von Ihren Erfahrungen beim Einsatz neuer Zahnimplantate. Oder erläutern Sie innovative Methoden zur Behandlung von Angstpatienten. So werden Ihre Kollegen auf Sie und Ihre Klinik aufmerksam und können direkt sehen, dass Sie sich auch außerhalb der Arbeitszeiten mit Ihrem Fachgebiet beschäftigen. Und bei der nächsten Zuweisung sind Sie – Dank Klinikmarketing – als potenzieller Kandidat auf deren Klinik-Liste.

Idee 5: Veranstaltungen mit Mehrwert

Das Offline-Klinikmarketing muss sich nicht auf das Auftreten bei Fachveranstaltungen oder das Verteilen von Broschüren und Flyern beschränken. Wie wäre es beispielsweise mit einem Tag der offenen Tür, damit sich potenziellen Patienten und Kollegen einen eigenen Eindruck von Ihrer Einrichtung machen können? Auch können Sie bei Kursen oder Vortragsabenden nützliche Informationen zu bestimmten Behandlungsmethoden vermitteln oder Hilfe zur Prävention geben. Dies hilft dabei, Ihre Klinik bekannt zu machen und beweist gleichzeitig Ihre Expertise. Erlaubt sind alle Inhalte, die den Patienten interessieren: Das kann genauso gut ein Seminar zum Thema „Zahnpflege bei Kleinkindern“ sein wie ein Vortrag über die neuesten Trends im Bereich Zahnersatz.

Die Mischung macht’s – auch beim Klinikmarketing

Nicht alle Maßnahmen sind für jede Klinik sinnvoll. Ergänzend können Sie zum Beispiel auch Ihre Social Media-Präsenz auf Plattformen wie Facebook und Instagram aufbauen. Oder Sie pflegen Ihr Online-Profil auf speziellen Empfehlungs- und Bewertungsportalen wie jameda. Wichtig ist jedoch in jedem Fall ein durchdachter Marketing-Mix, der die Zielgruppen auf den passenden Kanälen erreicht und Vertrauen aufbaut. So heben Sie Ihr Klinikmarketing auf das nächste Level.

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