Social Media bietet großartige Möglichkeiten, Ihre Zielgruppe zu erreichen und auf sich und Ihren Content aufmerksam zu machen. Besonders mit den Werbeanzeigen von Facebook lassen sich gute Erfolge erzielen – wenn Sie wissen, wie Sie vorgehen müssen. In unserer zweiteiligen Beitragsreihe befassen wir uns deshalb einmal genauer mit dem Thema. Hier in Teil 1 geht’s los mit dem wichtigsten Schritt ohne den nichts läuft bei den Werbeanzeigen: Das Facebook Pixel einrichten.

Bevor wir jetzt einsteigen, möchten Sie sicher wissen, wofür Sie das Pixel überhaupt brauchen. Das ist ganz einfach: Mithilfe des Pixels erkennt Facebook, dass z.B. eine bestimmte Seite von einem Benutzer besucht wurde. Daher können Sie nur, wenn Sie das Facebook Pixel eingerichtet haben, die Aktionen Ihrer Zielgruppe sowohl auf Facebook als auch auf Instagram tracken und analysieren – und letztendlich sehen, ob Ihre Werbeanzeigen erfolgreich sind.

Facebook Pixel einrichten: So behalten Sie den Überblick

Kurzes Beispiel zum Veranschaulichen: Sie möchten potenzielle Kunden auf eine bestimmte Seite Ihrer Webseite locken, z.B. eine Landingpage. Auf dieser Seite müssen Sie den Pixel hinterlegen. Nun schalten Sie auf Facebook Werbeanzeigen, die den Nutzer dazu bringen sollen, diese Seite zu besuchen. Haben Sie dort das Facebook Pixel eingerichtet, macht Facebook quasi einen Strich für jeden Nutzer, der über Ihre Werbeanzeige auf genau dieser Seite gelandet ist. Ihr Vorteil: Sie haben einen genauen Überblick, wie erfolgreich Ihre Werbeanzeigen und Kampagnen performen.

Damit also die Ergebnisse Ihrer Kampagnen überhaupt gemessen werden können, müssen Sie unbedingt das Facebook Pixel einrichten. Wie genau das funktioniert, schauen wir uns jetzt Schritt für Schritt an.

Ganz wichtig: Business-Account und Datenschutzhinweis

Bevor Sie jetzt loslegen, beachten Sie bitte folgendes: Für diesen Beitrag setzen wir voraus, dass Sie bereits über einen Business-Account auf Facebook verfügen. Wenn nicht, sollten Sie das noch eben erledigen, bevor es hier weitergeht!

Außerdem wird der Business Manager von Facebook immer wieder überarbeitet. Deshalb kann es sein, dass er bei Ihnen gerade ganz anders aussieht. Die Funktionen dürften jedoch gleich bleiben. Der Stand dieses Beitrags ist 08/2020.

Bitte denken Sie auch daran: Das Facebook Pixel ist datenschutzrechtlich relevant und muss unbedingt in Ihrer Datenschutzerklärung genannt werden. Klären Sie die Implementierung deshalb unbedingt mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab, bevor Sie den Pixel auf Ihrer Seite installieren.

So, nun geht es endlich los!

Das „Wunder der Geburt“ – demonstriert am Facebook Pixel

Zuerst gehen Sie in Ihrem Facebook Business Manager zu den Business Tools und dort in den Events Manager.

Klicken Sie links auf das Plus-Symbol, dort auf „Datenquellen verbinden“ und wählen Sie „Web“:

 

 

Mit einem Klick auf „Los geht’s“ können Sie nun das Pixel auswählen und ihm im nächsten Schritt einen Namen geben. Ob das Ihr Unternehmensname, „Heinz-Günter“ oder „Mister Pixelboy“ ist, bleibt Ihnen überlassen. Geben Sie außerdem noch die URL Ihrer Webseite an, falls Sie das Facebook Pixel über WordPress oder eine andere Partnerintegration einrichten wollen.

Mit einem Klick auf „Weiter“ ist Ihr Facebook Pixel nun schon startklar.

Nächster Schritt: Das Pixel auf Ihrer Webseite einbinden

Nun geht es darum, den Basiscode mit Ihrer Webseite zu verknüpfen. Das klingt vielleicht im ersten Moment nach viel IT-Fachwissen und hohem Programmieraufwand, ist aber gar nicht so schwer. Schauen wir es uns mal an.

Zunächst einmal müssen Sie zwischen diesen zwei Optionen wählen.

Option 1: Integration via WordPress

Diese erste Option können Sie nutzen, wenn Ihre Webseite auf WordPress basiert und Sie beim Erstellen des Pixels bei Facebook unter „Details hinzufügen“ Ihre Webseite-URL angegeben haben.

  • Kopieren Sie die ID Ihres Facebook Pixels, die Ihnen im Facebook-Event-Manager angezeigt wird. Diese fügen Sie nun im WordPress-PlugIn direkt ein.
  • ODER: Installieren Sie in WordPress das Plugin „Pixel Caffeine“. Falls Sie sich mit Plugins nicht auskennen sollten, lassen Sie das einfach von Ihrem IT-Experten machen. Ist das Plugin installiert, können Sie es nun öffnen und es direkt mit Facebook verbinden, um die Einrichtung automatisch abzuschließen.

Option 2: Google Tag Manager

Alternativ können Sie das Facebook Pixel auch einrichten, indem Sie den Google Tag Manager nutzen. Wir persönlich empfehlen diese Option, da Sie so leichter den Überblick behalten, welche Tools und Plugins auf Ihrer Webseite aktiv sind. Das ist schließlich auch aus Datenschutz-Sicht extrem relevant, denn Sie müssen in Ihren Datenschutzangaben auf alle Anwendungen hinweisen, die Sie verwenden.

Die Voraussetzung für diese Art der Integration ist natürlich, dass Sie bereits über ein Google Tag Manager Konto verfügen. Gehen Sie nun folgendermaßen vor:

  • Fügen Sie den Code des Google Tag Managers auf Ihrer Webseite ein, falls Sie das noch nicht getan haben. Dadurch verknüpfen Sie den Manager mit Ihrer Seite.
  • Kopieren Sie nun den Code Ihres Facebook Pixels.
  • Wechseln Sie anschließend im Tag Manager zu „Tags“ und erstellen Sie einen neuen Tag mit eindeutigem Namen – beispielsweise einfach „Facebook Pixel“. Stellen Sie diesen Tag in der Konfiguration auf „Benutzerdefiniertes HTML“ bzw. „Custom HTML“.
  • Fügen Sie anschließend den Code Ihres Facebook Pixels ein. Nun setzen Sie den Trigger auf „alle Seiten“, damit das Pixel jede Unterseite analysieren kann.

Sie haben es geschafft – das Facebook Pixel ist nun eingerichtet! Wir empfehlen Ihnen allerdings, noch einen schnellen Funktions-Check durchzuführen.

Unser Rat: Testen Sie direkt, ob das Pixel auch wirklich funktioniert!

Deaktivieren Sie vor Ihrem Test am besten alle Werbeblocker, die eventuell in Ihrem Browser laufen – denn die blockieren unter Umständen auch das Facebook Pixel. Jetzt öffnen Sie noch einmal Ihren Facebook Events Manager und klicken Sie dort auf die ID Ihres eben erstellten Pixels.
Wechseln Sie zum Menüpunkt „Test-Events“ und tragen Sie im unteren Feld die URL Ihrer Webseite ein.

Klicken Sie nun auf den Button „Webseite öffnen“. Nun können Sie dort mehrere Klicks ausführen, um normale Aktivitäten zu simulieren. Anschließend gehen Sie zum Events Manager zurück und sehen nach, was dieser Ihnen anzeigt: Wurden Ihre Aktivitäten aufgezeichnet, haben Sie alles richtig gemacht!

Wichtig beim Einrichten des Facebook Pixels: Ein Schritt nach dem anderen

Das Facebook Pixel einzurichten ist gar nicht so kompliziert, wie man denkt. Falls es Ihnen trotzdem nicht gelungen ist, ist das kein Grund, Ihre geplanten Facebook-Aktivitäten auf Eis zu legen. Denn bei derartigen technischen Themen kann es immer zu Unklarheiten kommen. Besonders dann, wenn Sie Facebook bisher nie in dieser Weise genutzt haben oder Ihnen die technische Seite vom Marketing nicht so liegt. In diesem Fall können Sie das Ganze getrost auch an Ihren IT-Kollegen abgeben. Und falls Sie keine Kollegen haben, die sich damit auskennen – kontaktieren Sie doch einfach uns! Wir unterstützen Sie im Fall der Fälle und richten gerne das Facebook Pixel für Sie ein.

Im nächsten Beitrag erfahren Sie dann, wie Sie auf dieser technischen Grundlage nun Ihre ersten erfolgreichen Facebook-Werbekampagnen anlegen!