Facebook, Instagram und WhatsApp – die heilige Dreifaltigkeit unter der Regie von Mark Zuckerberg kennt sich bestens mit den Daten ihrer Nutzer aus. Und davon profitiert Ihr Unternehmen. Mit Facebook Ads erreichen Sie auf ganz einfache Art und Weise tausende potenzielle neue Kunden auf Facebook und Instagram. Einzige Voraussetzung: Sie kennen die wichtigsten Kriterien für die erfolgreiche Anzeigengestaltung.

In Teil zwei unserer Beitragsreihe über Facebook Ads schauen wir uns deshalb 8 Aspekte an, die Sie im Blick behalten müssen, um bei Ihrer Zielgruppe voll ins Schwarze zu treffen.

1. Die Grundlage guter Facebook Ads: Das Facebook Pixel

Wir könnten jetzt ganz drastisch sagen: Ohne das Facebook Pixel geht gar nichts. Aber das stimmt nicht ganz, denn Facebooks Ads laufen auch ohne Pixel. Nur können Sie dann eben nicht Performance und Erfolg Ihrer Anzeigen verfolgen und Ihre Kampagnen stetig optimieren. Wenn Sie bisher noch nie etwas davon gehört haben, sollten Sie an dieser Stelle erst einmal bei unserem letzten Blogbeitrag vorbeischauen und das Facebook Pixel einrichten. Ist der Pixel installiert, gilt: Achten Sie in neu erstellten Anzeigen unbedingt darauf, dass unter „Tracking“ der kleine grüne Punkt zu sehen ist. Der zeigt an, dass Ihr Pixel arbeitet.

2. Wählen Sie das richtige Kampagnenziel für Ihre Facebook Ads aus

Wenn Sie mit Werbeanzeigen auf Facebook aktiv werden möchten, haben Sie sicherlich ein ganz bestimmtes Ziel im Hinterkopf, oder? Vielleicht möchten Sie neue Fans gewinnen, Ihre Reichweite steigern, Leads generieren oder aber Interessenten auf eine bestimmte Landingpage Ihrer Webseite locken. Wichtig ist, dass Sie dazu bei der Kampagnenerstellung das richtige Ziel auswählen – denn haargenau darauf arbeitet der Facebook-Algorithmus hin. Wenn Sie also neue Fans gewinnen und auch Leads generieren möchten, sollten Sie für jedes dieser beiden Ziele eine eigene Kampagne anlegen – und die entsprechende Zielsetzung bei allen Texten, Bildern und natürlich auch bei der Zusammenstellung Ihrer Zielgruppe individuell berücksichtigen.

3. Schreiben Sie die richtigen Texte

Wir haben mittlerweile die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs – zumindest attestieren das immer mehr Studien, die sich mit der Nutzung von Social Media beschäftigen. Wenn Sie Facebook Ads schalten wollen, müssen Sie dies berücksichtigen. Denn: Niemand wird sich mit einer Anzeige auseinandersetzen, die den Feed mit einem gewaltigen Text blockiert. Deshalb gilt für erfolgreiche Facebook Ads das Motto: In der Kürze liegt die Würze. Wecken Sie das Interesse der Nutzer mit einem interessanten Text, der es jedoch gleichzeitig auf den Punkt bringt. Darüber hinaus gilt:

  • Verwenden Sie Emojis mit Bedacht! Zwar sind die kleinen Bildchen durchaus beliebt, doch ein Emoji nach jedem Wort ist für den Lesefluss mehr als hinderlich. Wählen Sie lieber ein, zwei wirklich passende aus und setzen Sie die ans Satzende.
  • Denken Sie daran, an wen sich Ihre Anzeigen richten und achten Sie dementsprechend auf die richtigen Worte und den richtigen Tonfall. Nicht immer passt es, locker drauflos zu schreiben. Und umgekehrt passt es auch nicht immer, wenn Ihre Facebook Ads so ernst formuliert sind wie eine exakt auf Falte gebügelte Anzughose.

4. Wählen Sie passende Bilder aus

Gezielt eingesetzte Bilder helfen Ihrer Anzeige, genau ins Schwarze zu treffen. Wählen Sie deshalb immer Bilder aus, die auch etwas mit dem Thema Ihrer Facebook Ads oder mit Ihrer Zielgruppe zu tun haben. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Abschnitt im Feed als relevant eingestuft wird und daher die Aufmerksamkeit der User erhält.

5. Nutzen Sie Titel und Untertitel gezielt aus

Enthält Ihre Anzeige einen Link, erscheint darunter ein kleines Feld mit einem Call-to-Action (CTA), einem Titel und einem Untertitel. Im Titel sollten Sie auf jeden Fall eine knackige Aussage einbringen, die den User zu einer konkreten Handlung auffordert – und den passenden CTA für den Button darunter auswählen. Beim Erstellen von Facebook Ads bekommen Sie dafür verschiedene Vorschläge; von „Mehr dazu“ über „Jetzt buchen“ bis hin zu „Jetzt herunterladen“. Hier ein Beispiel:

6. Testen Sie verschiedene Anzeigenvarianten gegeneinander aus

Sogenannte A/B-Tests helfen Ihnen, Ihre Zielgruppe optimal anzusprechen. Dazu erstellen Sie einfach mehrere Varianten derselben Facebooks Ad – also zum Beispiel dasselbe Video, aber mit unterschiedlichen Texten oder CTAs. Warten Sie eine Weile ab und prüfen Sie, welche Variante am besten performt. So erkennen Sie, auf welche Inhalte Ihre potenziellen Kunden am am häufigsten reagieren und können dieses Wissen für weitere Kampagnen nutzen.

7. Planen Sie ausreichend Budget für Ihre Facebook Ads ein

Der Facebook-Algorithmus geht mit Ihrem Budget sicherer um als Ihr sechsjähriges Kind mit seinem Taschengeld. Das bedeutet: Wenn Sie 20 € investieren, können Sie darauf vertrauen, dass der Facebook Algorithmus genau diesen Betrag über den festgelegten Zeitraum hinweg sinnvoll und gezielt einsetzt, um damit so viele Nutzer wie möglich zu erreichen.
Zögern Sie deshalb nicht, etwas mehr Geld einzuplanen. Denn grundsätzlich verspricht es Ihren Kampagnen mehr Erfolg, wenn durch ein größeres Budget eine höhere Reichweite erzielt werden kann. Und bei Facebook Ads können ein paar Euro schon einen großen Unterschied beim Kampagnenerfolg ausmachen.

8. Definieren Sie Ihre Zielgruppe genau – aber nicht zu genau

User von Facebook und Instagram geben durch die tagtägliche Nutzung der Social Media Plattformen Unmengen an Daten und Informationen preis, aus denen detaillierte Profile erstellt werden. Klingt ganz schön abschreckend – doch es hilft Ihnen, mit Ihren Facebook Ads genau die passenden Leute anzusprechen.
Nutzen Sie diese vorhandene Datenmenge also aus und legen Sie anhand zahlreicher Kriterien fest, wem Ihre Kampagne angezeigt werden soll. Dazu bietet Ihnen Facebook unterschiedlichste Optionen und zeigt Ihnen sogar an, wie optimal die Einstellungen für Ihre Zielgruppe sind. Grundsätzlich gilt: Der mittlere grüne Bereich ist gut ausgeglichen und Sie sprechen viele, jedoch nicht zu viele Menschen an. Gelb und rot dagegen ist schon stark eingegrenzt bzw. viel zu offen – aber auch das kann natürlich unter Umständen eine gute Strategie sein.

Was gute Facebook Ads ausmacht – ein Überblick

Abschließend haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte zum Thema noch einmal tabellarisch zusammengefasst. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Erstellen Ihrer Facebook Ads! Und wenn etwas nicht so recht läuft: Verzweifeln Sie nicht, sondern nehmen Sie einfach zu uns Kontakt auf – wir unterstützen Sie gerne!

Vermeiden Sie… Setzen Sie stattdessen auf…
Lange, schwammige Texte Klare Aussage, die das Wichtigste auf den Punkt bringen
Texte ohne Handlungsaufforderungen Eine deutliche Aufforderung in Kombination mit einem Nutzenversprechen
08/15-Bilder ohne Kontext Bilder, die das Thema der Anzeige oder die Zielgruppe spiegeln
Eine einzelne Anzeige, die hoffentlich passt Mehrere Varianten, die Sie gegeneinander testen können
Ein knapp bemessenes Budget, das gerade so reicht Etwas mehr Budget, um mehr Menschen anzusprechen
Eine zu spezifische oder zu unspezifische Zielgruppe Eine Zielgruppe mit „genau der richtigen Größe“ – es sei denn, Sie möchten gezielt nur sehr wenige Menschen ansprechen
Unpassende Sprache Anzeigentexte, die mit Blick auf die Zielgruppe geschrieben wurden – auch in Hinblick auf das Verwenden von Emojis