Wir alle kennen E-Mail-Marketing in Form von Newslettern, die tagein, tagaus in unserem Postfach landen. So gut wie jedes Unternehmen scheint heute vermeintlich wichtige Informationen per E-Mail verbreiten zu wollen. Die logische Folge aus dieser Informationsüberflutung: Das Interesse an E-Mail-Newslettern ist in den vergangenen Jahren drastisch gesunken, und Marketer müssen um die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe kämpfen. Nur wer wirklich gutes E-Mail-Marketing betreibt, hat die Chance, sich von der Masse abzuheben und seine Botschaft unter die Leute zu bringen. Wie das am besten funktioniert, möchten wir in diesem Beitrag klären.

Was ist denn überhaupt gutes E-Mail-Marketing?

Denken Sie bitte einmal an sich selbst: Welche Ihrer E-Mail-Nachrichten lesen Sie? Öffnen Sie Newsletter? Und was hindert Sie daran, eine E-Mail direkt in den Papierkorb zu verschieben? Falls Sie mittlerweile dazu übergegangen sind, Newsletter komplett zu ignorieren, ist das nicht weiter verwunderlich. Zu groß ist die Masse an Spam-Mails, die täglich durch die Weiten des Internets gejagt wird, als dass sich noch viele Nutzer ernsthaft mit derartigen Nachrichten auseinandersetzen würden.

Falls es allerdings doch noch den einen oder anderen Newsletter gibt, der Ihre Aufmerksamkeit erlangt, stellt sich die Frage: Woran liegt das? Wird Ihnen im Betreff beispielsweise ein Gewinn versprochen? Weckt eine Frage Ihre Neugierde? Oder lockt gar ein besonders attraktives Angebot?

Der Betreff: Das Tor zu erfolgreichem E-Mail-Marketing

Die Betreffzeile ist das Tor zu einer erfolgreichen E-Mail-Kampagne, denn sie entscheidet darüber, ob eine E-Mail geöffnet wird oder ob sie sofort ungelesen in den Papierkorb wandert. Selbst der hochwertigste Inhalt bringt folglich nichts, wenn die Betreffzeile nicht optimal formuliert ist. Daher unser erster Tipp: Investieren Sie Zeit und Muße in die Formulierung Ihres Betreffs. Engagieren Sie im Zweifel einen Profi, der Ihnen beibringt, wie Sie Menschen mit knappen prägnanten Texten in Ihren Bann ziehen und zu einer Aktion – in diesem Fall zum Öffnen der Nachricht – animieren.

Der Betreff kombiniert mit einem guten Pre-Header: Die Eintrittskarte in die Welt Ihrer Rezipienten

Wenn Sie Ihr E-Mail-Postfach öffnen, sehen Sie, dass neben dem Absender und der Betreffzeile in den meisten Fällen auch noch die ersten ein bis zwei Sätze der Nachricht angezeigt werden. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Pre-Header, den Sie bewusst nutzen sollten. Er befindet sich am Kopf einer jeden E-Mail und enthält häufig standardmäßig die Worte: „Wird diese E-Mail nicht richtig angezeigt …“ Dass Sie Ihre Zielpersonen damit nicht locken können, ist klar. Werden Sie deshalb kreativ und verwenden Sie den Pre-Header, um Ihren Betreff um eine weitere Aussage zu ergänzen! Bestenfalls schaffen Sie es, mit wenigen Worten Neugierde zu wecken und den Nutzen Ihrer E-Mail klar auf den Punkt zu bringen.

Wichtig ist an dieser Stelle, dass Sie eine inhaltliche Wiederholung Ihrer Betreffzeile vermeiden, denn dies wäre verschenktes Potenzial! Achten Sie darauf, dass sich Betreff und Pre-Header gegenseitig ergänzen und verstärken, im Zweifel aber auch alleinstehend Sinn ergeben. Das erfordert eine gewisse Übung und im Idealfall auch eine gewissenhafte Vorbereitung und Dokumentation mithilfe eines Redaktionsplans.

Nun wissen Sie, worauf es ankommt, wenn Sie die Öffnungsrate Ihrer E-Mails verbessern wollen. Wenn Sie die genannten Tipps beachten und deren Umsetzung erfolgreich meistern, können Sie mit Ihrer Botschaft Aufmerksamkeit erregen.

Die technischen Voraussetzungen für E-Mail-Marketing

Behandeln wir nun noch ein paar technische Fakten, die im E-Mail-Marketing eine essenzielle Rolle spielen. Wir halten uns kurz, keine Sorge, doch den technischen Aspekt sollten Sie keinesfalls unter den Tisch fallen lassen. Falls Sie mehr darüber erfahren möchten, können Sie in diesem Blog schon bald einen ausführlicheren Beitrag zu den technischen Voraussetzungen des E-Mail-Marketings lesen.

Möglicherweise erinnern Sie sich noch an unseren Blogbeitrag, in dem wir verschiedene E-Mail-Marketing-Tools getestet haben. Die Praxis hat gezeigt, dass Mailchimp eines der besten und am häufigsten verwendeten Tools für E-Mail-Marketing ist. Auch wir nutzen es, weswegen wir die technischen Voraussetzungen für eine gelungene E-Mail-Marketing-Kampagne im Folgenden am Beispiel von Mailchimp erklären werden. Da wir allerdings explizit keine Werbung machen wollen, freuen wir uns, wenn Sie uns unten im Kommentarfeld von Ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit diesem oder einem anderen Tool berichten möchten.

Die Grundlage schaffen

Zu Beginn einer jeden E-Mail-Marketing-Kampagne steht die Einrichtung eines E-Mail-Accounts mit einer seriösen Absender-Adresse. Das ist selbsterklärend und innerhalb kürzester Zeit erledigt. Mailchimp wird Sie vor dem Start darum bitten, diese Adresse durch Eingeben eines Codes zu verifizieren. Und dann geht es los.

Die erste Entscheidung, die Sie treffen müssen, ist, welchen Bezahlplan Sie nutzen möchten. Für den Anfang reicht der Leistungsumfang des kostenlosen Pakets aus, um sich mit den Grundlagen des E-Mail-Marketings vertraut zu machen. Ein Upgrade zu umfangreicheren Funktionen können Sie jederzeit durchführen.

Nach der Anlage des Accounts juckt es Sie sicher, direkt mit der E-Mail-Erstellung loslegen. Doch zunächst sollten Sie Ihren Verteiler (die sogenannte „Audience“) einrichten. Hier legen Sie fest, welche Informationen über die Empfänger Sie erfassen möchten und können Elemente wie die Opt-In-Confirmation-E-Mail gestalten.

Rechtliche Voraussetzungen

Apropos Opt-In-Confirmation-E-Mail: Um E-Mail-Marketing seriös und vor allem rechtssicher umsetzen zu können, gilt es einige Voraussetzungen zu beachten. So ist das Double-Opt-In-Verfahren vorgeschrieben: Ein Kontakt muss nach dem Absenden eines Formulars, mit dem er sich in Ihren Verteiler einträgt, eine E-Mail erhalten, in der er die Anmeldung bestätigen muss. Erst danach wird er in den Verteiler aufgenommen. So stellen Sie sicher, dass niemand einfach die E-Mail-Adresse einer dritten Person einträgt.

Außerdem muss jede Ihrer E-Mails einen Unsubscribe-Link enthalten. Die gute Nachricht: Mailchimp erinnert Sie bei der Erstellung der Mails automatisch daran, einen Unsubscribe-Link zu erstellen, da Ihnen der Versand von E-Mails ansonsten verwehrt wird.

Darüber hinaus sperrt Mailchimp Ihren Account, wenn Sie zu viele E-Mails an Kontakte versenden, die es gar nicht gibt (sogenannte „Hard Bounces“).

Importieren Sie deshalb nur verifizierte E-Mail-Adressen in Ihren E-Mail-Account und verfolgen Sie bei Neuanmeldungen eine durchdachte Opt-In-Strategie, damit Ihnen potenzielle Interessenten nicht bereits beim Anmeldeprozess wieder abspringen.

Und schließlich sollten Sie stets an die Angabe des Copyrights denken, falls Sie Bilder nutzen oder Texte zitieren, die nicht Ihr geistiges Eigentum sind.

E-Mail-Erstellung mit Templates

Nun steht der Kreation Ihrer ersten Mail nichts mehr im Weg!

Mailchimp bietet Ihnen eine Vielzahl von Templates an, die Sie als Vorlage nutzen können. Genauso gut können Sie Ihr eigenes Template erstellen und Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das Ganze funktioniert nach dem Drag & Drop-Prinzip, sodass keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich sind.

Aber was gilt es nun bei der Erstellung eines Templates zu beachten?

Grundsätzlich sollte sich das Layout Ihrer E-Mails am Corporate Design Ihres Unternehmens orientieren und so einen Wiedererkennungswert bieten. Die E-Mail sollte einen klaren, nutzerfreundlichen und für alle Ausgabegeräte optimierten Aufbau haben. Grafische Elemente lockern das Design auf. Sie können beispielsweise einen einheitlichen Header für alle E-Mails gestalten, der eine Komposition aus einem emotionalisierenden Foto mit Ihrem Logo darstellt. Die Umsetzung sollte in jedem Fall professionell wirken und die Werte Ihres Unternehmes widerspiegeln. Nehmen Sie sich deshalb unbedingt Zeit für eine ansprechende Umsetzung.

Wenn Sie diese Grundeinrichtungen vorgenommen haben, können Sie sich mit dem spannendsten Teil des E-Mail-Marketings beschäftigen: dem Inhalt Ihrer E-Mail. Wie Sie bei der Formulierung und Gestaltung am besten vorgehen, erfahren Sie in aller Ausführlichkeit im folgenden Blogbeitrag.

Fotoquelle Titelbild: © denisismagilov / Fotolia

Datenschutzeinstellungs-Center