An einem professionellen Corporate Blog kommen Sie nicht vorbei, wenn Sie erfolgreich Content Marketing betreiben wollen. Doch hier lauern – wie an so vielen anderen Stellen im Marketing auch – einige Fallstricke. Die gilt es, zu identifizieren und auszuschalten. Lesen Sie in diesem Beitrag mehr über die häufigsten Fehler auf Corporate Blogs!

Corporate-Blog-Fehler Nr. 1: Sie fokussieren sich nicht auf relevante Keywords

Ihr Blog dient dazu, Menschen auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen: Sie schreiben einen Beitrag über ein Thema – und ein Interessent findet Ihren Beitrag und damit Ihr Unternehmen in den Suchergebnissen. Klingt sehr einfach, oder?
Allerdings lauert hier schon der erste Corporate-Blog-Fehler: Sie schreiben über Themen und nutzen Keywords, von denen Sie denken, sie wären interessant. Nicht immer überschneidet sich das aber tatsächlich 1:1 mit den Themen, die für Ihre Zielgruppe relevant sind.

Um diesen Fehler auf Ihrem Corporate Blog zu vermeiden, führen Sie unbedingt im Vorfeld eine Keywordrecherche durch. So finden Sie schnell heraus, nach welchen Schlagworten Ihre potenziellen Kunden tatsächlich suchen – und wie häufig. Ihre Blogbeiträge richten Sie dann an den relevanten Keywords aus, jeweils ein Beitrag pro Keyword. So werden Sie dann auch über Google gefunden.

In diesem Zusammenhang gilt übrigens auch: PR-Meldungen oder „versteckte“ Werbung haben in der Regel ebenfalls nichts mit relevanten Inhalten zu tun! Natürlich können Sie ab und an einen spannenden News-Beitrag einschieben, wenn sich etwas Großes in Ihrem Unternehmen getan hat. Das sollte jedoch nicht zur Gewohnheit werden.

Corporate-Blog-Fehler Nr. 2: Sie vergessen das Storytelling

Storytelling – davon haben Sie sicher auch schon das ein oder andere Mal gehört. Es ist in aller Munde, und niemand, der guten Content veröffentlicht, sollte heutzutage noch darauf verzichten. Moment mal, Sie kennen das Prinzip nicht? Dann erklären wir es kurz; es ist ganz einfach.

Storytelling lässt sich mit einer klassischen Heldengeschichte vergleichen. Ihr Leser ist dabei der Held, der vor einem Problem steht. Sie sind der weise Mentor, der dem Helden mit seinem Know-how hilft, das Ziel seiner Heldenfahrt zu erreichen. Während das früher das Bezwingen eines Drachen und das Erretten einer holden Maid war, haben sich die Themen inzwischen leicht gewandelt. Heute könnten Sie zum Beispiel Herrn Müller erzählen, wie Sie ihn durch den Austausch seiner uralten Heizungsanlage durch Ihre Mega-Heizung 2000 zum Energiespar- und Heizeffizienz-Helden der Nachbarschaft machen. Es gibt unzählige „Heldengeschichten“ wie diese zu erzählen. So viele, dass wir uns dem Thema Storytelling bald in einem eigenen ausführlichen Beitrag widmen werden.

Corporate-Blog-Fehler Nr. 3: Ihre Textlänge ist zu kurz oder zu lang

Apropos „ausführlich“: Auch die Ausführlichkeit ist eine häufige Fehlerquelle auf Corporate Blogs. Hier sollten Sie die ausgewogene Mitte zwischen kurzen Fünfzeilern und langen 5000-Wörter-Texten finden. Denn während ersteres die Fragen Ihrer Leser gar nicht ausführlich beantworten kann, wird ein zu langer Text schnell anstrengend. Ihre Texte sollten sich bei ca. 1000-1500 Wörtern einpendeln. Wenn Sie zu einem Thema allerdings so viel zu sagen haben, dass dies nicht reicht: Machen Sie eine Serie daraus und verteilen Sie den Inhalt über zwei bis drei Beiträge. Das bleibt auch für den Leser spannend. Sowieso sollten Sie sich unsere Tipps dazu ansehen, wie man gute Texte schreibt.

Corporate-Blog-Fehler Nr. 4: Ihre Texte sind unübersichtlicher Einheitsbrei

Damit meinen wir nicht, dass Sie Ihre Texte ab sofort in sämtlichen Tönen des Regenbogens formatieren und mehrere Schriftarten nutzen sollen. Es geht stattdessen darum, die Texte an sich übersichtlicher und besser lesbar zu machen. Was hilft: Strukturieren Sie Ihre Blogbeiträge mit H2- und H3-Überschriften, nutzen Sie Absätze und bringen Sie die ein oder andere Liste mit Bulletpoints mit ein. Abgerundet mit erläuternden Bildern oder hilfreichen Infografiken lässt sich Ihr Blog gleich viel angenehmer lesen und animiert nicht mehr zum „wegklicken“. Weitere Tipps dazu, wie Sie Ihre Beiträge gestalten sollten, finden Sie hier bei uns: „Wie schreibt man einen sehr guten Blogbeitrag?

Corporate-Blog-Fehler Nr. 5: Sie sammeln über Ihre Beiträge keine Leads

Sagen Sie, gibt es in Ihren Blogbeiträgen die Möglichkeit, sich zum Newsletter anzumelden? Oder hilfreiche Dokumente zum Herunterladen? Wenn nicht, verpassen Sie mit diesem Corporate-Blog-Fehler wertvolle Chancen auf neue Leads – und damit auch auf neue Kunden!

Und so kommen Sie an die E-Mail-Adressen: Bieten Sie zu jedem Beitrag einen passenden Leadmagnet mit Zusatzinformationen an, der so wertvoll für den Leser ist, dass er dafür seine E-Mail-Adresse hinterlässt. Über diese E-Mail-Adresse können Sie ihn nun mit einem Newsletter beschicken, oder er gelangt direkt Ihren automatisierten Sales-Funnel. Wenn Sie dazu mehr Tipps brauchen, lesen Sie am besten gleich unseren Beitrag „Wie Sie einen E-Mail Funnel aufbauen.“

Corporate-Blog-Fehler Nr. 5: Sie streuen Ihren Content nicht

Ihr Beitrag ist mit passenden Keywords geschrieben, veröffentlicht und durch einen Leadmagnet ergänzt. Trotzdem fristet er auf Ihrem Blog ein trauriges Dasein – weil niemand weiß, dass Sie etwas Neues veröffentlicht haben! Die wenigsten Menschen schauen regelmäßig auf Ihrem Blog vorbei, um zu sehen, ob sich dort etwas getan hat. Bis Ihr Beitrag im Suchmaschinen-Ranking auftaucht, kann es etwas dauern.

Daher sollten Sie ihm deshalb unbedingt auf andere Art Bekanntheit verschaffen. Posten Sie einfach eine kurze Meldung mit einem Link zum Blogbeitrag in Ihren Social Media Netzwerken: Twitter, LinkedIn, Instagram, Facebook usw. Diese Postings können Sie auch gerne bewerben, um noch mehr Interessenten zu erreichen. Teasern Sie bei der Veröffentlichung eines neuen Beitrags außerdem Ihre Newsletter-Abonnenten mit einer spannenden Mail, die sie direkt auf den Blog-Beitrag weiterleitet.

Corporate-Blog-Fehler Nr. 6: Sie zeigen keine Persönlichkeit

Spiegeln Ihre Blogbeiträge Ihr Unternehmen wider? Oder gleichen sie eher faktenbasierten Wikipedia-Artikeln? Seien wir doch ehrlich: Unternehmen sind viel sympathischer, wenn sie zeigen, dass echte Menschen dahinter stecken. Verbergen Sie also beim Texten nicht Ihre Persönlichkeit hinter stocksteifen, sachlichen Formulierungen. Seien Sie stattdessen locker und unterhaltsam und lassen Sie ruhig etwas Humor einfließen. Aber Achtung: Bei aller Persönlichkeit sollten Sie dennoch Professionalität bewahren. Schließlich möchten Sie sich in erster Linie als vertrauenswürdiger Experte positionieren. Also übertreiben Sie es nicht!

Corporate-Blog-Fehler Nr. 6: Sie vergessen Sie den Vier-Augen-Check

Professionalität sichern Sie im Übrigen auch dadurch, dass Ihre Texte hinsichtlich Rechtschreibung und Grammatik sauber sind. Nichts wirkt unseriöser als Rechtschreibfehler. Lassen Sie deshalb immer noch mal eine Kollegin oder einen Kollegen darüber schauen. Zwei Paar Augen sehen mehr als eines. Glauben Sie es uns: Es finden sich immer noch der eine oder andere Kommafehler, überflüssige Buchstaben oder unschlüssige Formulierungen. Nur wenige Fehler auf Ihrem Corporate Blog lassen sich so einfach beseitigen, also nutzen Sie die Gelegenheit.

Corporate-Blog-Fehler Nr. 7: „Analysen brauchen wir nicht, Geduld haben wir nicht.“

Bitte rufen Sie nicht wutentbrannt bei Ihrer Agentur oder Ihrem für den Blog zuständigen Mitarbeiter an, wenn der vorletzte Beitrag nach zwei Wochen noch nicht auf Google rankt. Die Indexierung durch Google braucht Zeit! Ein Corporate Blog ist eine langfristige Strategie, deren positiver Effekt sich in der Regel erst nach einigen Monaten entfaltet.

Diese Zeit können Sie aber gut nutzen, um die Performance Ihres Corporate Blogs zu analysieren. Interessante Kennzahlen im Content Marketing sind zum Beispiel: Über welche Beiträge (und damit Keywords) kommen besonders viele Besucher? Wenn einige Themen als besonders relevant herausstechen, lohnt es sich, darüber noch mehr Beiträge zu schreiben. Eine weitere wichtige Frage: Auf welchem Weg kommen Besucher besonders oft auf meine Blogbeiträge? Die Google-Suche? Facebook? Facebook-Ads? Die Wege, die gut funktionieren, sollten Sie weiter ausbauen.

Und damit sind wir auch schon am Ende unseres Beitrags über beliebte Corporate-Blog-Fehler angekommen. Wie viele davon haben Sie auf Ihrem Blog entdeckt oder selber schon begangen? Wenn Sie jetzt merken, dass Sie noch eine Menge nachholen müssen und dabei professionelle Hilfe benötigen, kontaktieren Sie uns einfach! Wir beantworten Ihnen gerne alle Fragen zum Thema!