Sind Sie heute schon Ihr E-Mail-Postfach durchgegangen? Wenn ja, wie viele Newsletter haben Sie dabei ungelesen in den Papierkorb verschoben, weil sie einfach uninteressant sind? Damit Ihre Marketing-E-Mails im Postfach Ihrer Kunden nicht kläglich untergehen, erhalten Sie in diesem Beitrag vier konkrete Tipps für erfolgreiches B2B E-Mail-Marketing.

1. Planen Sie Ihren Content

Wenn Ihre E-Mails dem Empfänger keinen klaren Mehrwert bieten, landen sie im Papierkorb, Spam-Ordner oder der Empfänger trägt sich schneller aus dem Verteiler aus, als Sie zur Kaffeetasse greifen können.

Keine der drei Optionen dürfte Ihnen gefallen. Im B2B E-Mail-Marketing kommt es also auf wertvollen Content an. Das können nützliche Tipps sein, die den Empfänger bei der Lösung eines Problems unterstützen, aber auch aktuelle und interessante Studien zum Thema. Eine zu große Themenvielfalt darf es dabei nicht sein – denn wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie vor einem riesigen Berg von E-Mails stehen, mit deren Abarbeitung Sie wahrscheinlich erst einige Jahre nach Renteneintritt fertig sein werden?

Trennen Sie Ihre Inhalte
Stellen Sie sich zum Abschluss dieses Punktes einmal folgende Situation vor:
Jochen führt eine erfolgreiche Schreinerei und bezieht seit einigen Wochen E-Mails mit nützlichen Tipps zur Holzbearbeitung. Er weiß, dass er jeden Dienstag eine neue E-Mail in seinem Posteingang finden wird und hat sich schon darauf eingestellt, die heutige E-Mail in der Mittagspause gemütlich bei einer Tasse Kaffee zu lesen. Ein Blick auf die neueste E-Mail bringt jedoch schnell tiefste Enttäuschung: Es ist nur die Ankündigung eines Firmenjubiläums.

Damit Sie den Jochens Ihrer Zielgruppe nicht den Tag verderben, sollten Sie also reguläre Newsletter und Werbenewsletter strikt trennen – zum Beispiel, indem Werbemails ein spezielles Layout und andere Versandtermine erhalten. Während der reguläre Newsletter in diesem Beispiel jeden Dienstag versandt wird, könnte Werbung hier etwa alle zwei Wochen an einem Donnerstag ausgeliefert werden. So ist dem Empfänger klar, was er von der aktuellen E-Mail erwarten kann.

2. Wecken Sie das Interesse des Empfängers

Der vielleicht wichtigste Teil des B2B E-Mail-Marketings: Die Empfänger müssen Ihre Nachricht als relevant erkennen und dann auch lesen, anstatt sie ungeöffnet in den Papierkorb zu verschieben – das wäre schade um Ihren schönen Content. Zum Glück ist das gar nicht so schwer, wie Sie jetzt vielleicht denken.
Rufen Sie sich an dieser Stelle einmal ins Gedächtnis, wie die E-Mails in Ihrem Posteingang aussehen. Unabhängig vom System werden Sie dort für jede E-Mail drei wichtige Elemente sehen, auf die wir etwas genauer eingehen wollen:

  • Absender: Der Absender sollte vertrauenswürdig sein, damit Adressaten Ihre E-Mail nicht direkt als Spam abtun. Selbstredend gehört dazu, dass Sie keine private E-Mail-Adresse à la xXzuckerwölkchen92Xx@web.de nutzen, sondern Ihre geschäftliche Adresse. Der Absendername selbst sollte Ihr vollständiger Name sein – eventuell mit Angabe des Firmennamens, damit vor allem neue Geschäftskunden Sie auch zuordnen können.
  • Betreff: Kunden im B2B haben in der Regel kaum Zeit, sich intensiv mit all ihren neuen E-Mails auseinanderzusetzen. Der Betreff Ihrer E-Mails sollte deshalb möglichst schnell einen klaren Nutzen verdeutlichen, den der Empfänger mit dieser E-Mail gewinnt. Beschränken Sie sich dabei auf wenige Zeichen, und gestalten Sie den Betreff so interessant wie möglich, damit er in der Masse der anderen E-Mails nicht untergeht.
  • Preview: Mit der Preview ist die kleine Textvorschau gemeint, die Sie unter dem Betreff finden. Im Idealfall ergänzen und verstärken sich Betreff und Preview und machen den Empfänger somit besonders neugierig auf den weiteren Inhalt. Werden Sie also beim Verfassen der Preview kreativ, damit der Adressat nicht nur eine automatisch erstellte Textvorschau sieht, die mitten im Satz durch drei Pünktchen unterbrochen wird.

3. Gestalten Sie Ihre E-Mails ansprechend

Wie bereits erwähnt, haben Geschäftskunden in der Regel wenig Zeit. Im B2B E-Mail-Marketing sollten Sie deshalb auf endlos lange Texte verzichten. Orientieren Sie sich am besten daran, dass alles Wichtige auf einen Blick, d.h. ohne scrollen zu müssen, sichtbar ist und der Nutzen der E-Mail schon in den ersten Zeilen klar wird.

Außerdem ist natürlich auch der optische Faktor entscheidend. Nutzen Sie auf jeden Fall Ihre Corporate Identity und bieten Sie Kunden so auch bei E-Mails einen klaren Wiedererkennungswert. Entscheiden Sie sich außerdem für eine gut lesbare Schriftgröße und eine seriöse Schriftart. Vielleicht möchten Sie Ihre E-Mails ja bewusst in einem lockeren Ton halten, doch Comic Sans ist dafür keine gute Wahl – vor allem nicht im B2B-Bereich. Sie müssen Ihren Geschäftskunden auch nicht beweisen, dass Sie alle rhetorischen Mittel der deutschen Sprache perfekt beherrschen. Verwenden Sie lieber klare, unkomplizierte Sätze, in die sich der Leser nicht erst hineindenken muss.

Setzen Sie auf verschiedene Medien
Ein einziger Textblock ist langweilig, und das gilt auch im B2B E-Mail-Marketing. Seriöse E-Mails bedeuten nämlich nicht, dass Sie nur nüchterne Texte versenden müssen. Lockern Sie Ihre Nachrichten doch durch ein ansprechendes, sinnvolles Bild auf – oder bleiben Sie dynamisch, indem Sie ein GIF einfügen. Eine weitere Möglichkeit bieten Videos, mit denen Sie Ihre E-Mails ergänzen. Berücksichtigen Sie jedoch die Empfänger, die nicht die Möglichkeit haben, GIFs oder Videos abzuspielen, und setzen Sie diese Medien deshalb nicht allzu oft ein.

4. Senden Sie Ihre E-Mails regelmäßig

Wie oft möchten Sie Ihren Geschäftskunden nützliche Informationen zusenden? Monatlich? Wöchentlich? Entscheidend ist, dass es regelmäßig geschieht und dabei weder zu selten noch zu häufig. Wenn Ihre E-Mails nur etwa dreimal im Jahr versendet werden, laufen Sie Gefahr, dass Sie bei Ihren Kunden in Vergessenheit geraten. Versenden Sie Ihre E-Mails hingegen zu oft – zum Beispiel zweimal pro Tag – würde sich Jochen angesichts der Informationsflut schnell überwältigt fühlen und sich zum Selbstschutz von Ihrem Newsletter abmelden.

Vergessen Sie außerdem nicht, den Erfolg Ihres versandten Newsletters zu analysieren. Auf diese Weise erfahren Sie, wie oft er tatsächlich geöffnet wird, und können ihn fortlaufend optimieren, indem Sie beispielsweise noch etwas am Betreff feilen. E-Mail-Programme wie Mailchimp bieten Ihnen eine Übersicht über Open- und Clickrates. Diese verraten Ihnen, welche Prozentzahl Ihrer Empfänger die E-Mails öffnet und wie viele außerdem Links in den E-Mails folgen.

Im B2B E-Mail-Marketing kann man vieles falsch machen, doch mit diesen Tipps gelingt Ihnen die perfekte E-Mail-Kampagne garantiert.
Haben Sie doch noch Zweifel oder vielleicht nicht genug Zeit, um diese Tipps umzusetzen? Unser Expertenteam steht Ihnen gerne hilfreich zur Seite und setzt Ihr E-Mail-Marketing mit dem nötigen Know-how um. Schreiben Sie uns doch einfach!

Fotoquelle Titelbild: © oatawa / Shutterstock.com

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