Seit nun fast einem Jahr steht die Welt Kopf: Im Corona-Jahr 2020 war fast nichts, wie wir es gewohnt sind. Shutdowns und Kontaktsperren haben die Wirtschaft zeitweise enorm heruntergefahren, Toilettenpapier und Hefe waren Mangelware. Überall standen und stehen Menschen vor Herausforderungen und mussten improvisieren – beruflich wie privat. An unserer Agentur ist das Ganze natürlich auch nicht spurlos vorbeigezogen. Am Ende dieses turbulenten Jahres (es ist tatsächlich schon wieder vorbei) bietet sich deshalb eine nette Gelegenheit, einmal aus dem Nähkästchen zu plaudern. Nachdem die (wahrscheinlich eher unturbulenten) Weihnachtsfeiertage nun vorbei sind, wollen wir heute zusammenfassen, was wir für uns und die Agentur aus dem Chaos der letzten Monate mitgenommen und gelernt haben.

Corona fordert bei vielen ein Umdenken der Arbeitsweisen – auch bei uns

Das Coronavirus bedeutete für uns zunächst vor allem eines: Alles wurde über den Haufen geworfen. Statt langfristiger Planung zählten plötzlich vor allem Spontaneität und Flexibilität. Und das nicht nur bei unseren internen Prozessen, sondern auch bei Kundenprojekten. Denn bei einigen unserer Kunden brachen mit dem Lockdown ganze Geschäftszweige weg, weshalb sie ihre Strategien anpassen mussten. Hierzu äußert sich unsere Kollegin Christiane folgendermaßen:

„Durch Corona hat sich die Agenturarbeit verändert. Die klassische Vertriebsarbeit war nicht mehr möglich und neue Ideen mussten her, wie man jetzt nicht den Anschluss verliert. Somit kamen häufiger spontane Ideen, die es umzusetzen galt. Der Fokus lag auf Online-Aktivitäten. Um up-to-date zu bleiben, traten plötzlich Themen wie Homeoffice, Chancen der Krisenzeiten etc. in den Fokus. Geplante Beiträge konnten teilweise nicht veröffentlicht werden, weil sie nicht mehr passend waren.“

Wer mit seinem Unternehmen also schon frühzeitig auf Online Marketing und digitale Vertriebswege gesetzt hat, war nun klar im Vorteil. Denn auch wenn in manchen Branchen weniger konsumiert wurde: Das Leben fand plötzlich online statt. Daher war die Möglichkeit, mit geringem Budget im Netz Kontakte zu generieren, mit einem Schlag groß.

Dass Deutschland bei der Digitalisierung hinterher hinkt, hat die Coronakrise leider nur allzu deutlich bewiesen. Doch Digitalisierung ist keine Phase oder ein Nebeneffekt, sondern ein seit Jahren anhaltender Trend, der gerade durch Corona nur noch mehr an Bedeutung gewonnen hat. Was zählt ist: Sehen Sie diese Zeit als Chance, sich mit neuen Marketingmaßnahmen im Onlinebereich vertraut zu machen und sich im Rahmen dieser (vielleicht unfreiwilligen) Veränderung auf die Zukunft einzustellen. Denn die Zukunft ist digital – und sie hat bereits begonnen.

Homeoffice ja oder nein? Die Mitte ist gut!

Gegen März ging ganz Deutschland ins Homeoffice – und wir auch. Nun herrscht in unserem Agenturleben grundsätzlich eine große Toleranz, was Homeoffice angeht. Wenn es im Sommer zu heiß im Büro wurde, wenn ein privater Termin anstand oder aufgrund von Kinderbetreuung, hat jeder von uns auch schon vor Corona ins Homeoffice wechseln können. Doch mehrere Wochen am Stück zuhause sitzen? Ohne den regelmäßigen direkten Austausch mit den Kollegen? Das war schon eine andere Nummer, für jeden von uns. Um die Moral oben zu halten, den direkten Austausch zu haben und nicht den Überblick zu verlieren, begannen wir, jeden zweiten Tag mit einem Videomeeting zu starten. Hier wurde dann der erste Kaffee miteinander getrunken und dabei geklärt, welche Aufgaben bei jedem anstanden, welche Neuerungen es gibt und welche Updates zu aktuellen Projekten. Das machen wir übrigens auch jetzt noch. Und wie klappt das so? Das Ergebnis einer nicht sehr repräsentativen Umfrage unter den Kollegen:

„Die Arbeit im Homeoffice bereitet mir keine Probleme. Oftmals habe ich sogar das Gefühl, effizienter zu sein.“ – Christiane

„Homeoffice finde ich an manchen Tagen praktisch, weil man sich einfach viel Zeit spart, wenn man nicht ins Büro fahren muss. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, immer Homeoffice zu machen, weil ich es schwierig finde, immer in der gleichen Umgebung zu arbeiten und wohnen. Ich finde, man kann schneller nach der Arbeit entspannen, wenn man danach nach Hause fährt und eine räumliche Trennung zur Arbeit hat.“ – Lea

„Homeoffice ist auf Dauer doch nicht so toll, wie ich immer dachte, weil Zuhause die Grenze zwischen Freizeit und Arbeit verschwimmt. Die minimale Bewegung dazu ist auch alles andere als gut gewesen. Es macht echt viel aus, wenn man im Büro sitzt – auch wenn ich dorthin nur zehn Minuten gehe. Und durch die klaren Grenzen zwischen Büro/Arbeit und Zuhause/Freizeit habe ich automatisch eine bessere Tagesstruktur.“ – Milena

„Ich arbeite eigentlich gerne aus dem Homeoffice. Während der monatelangen Schließung von Schulen und Kindergärten im Frühjahr hatte ich jedoch, wie auch andere Kollegen, lange Zeit nicht wirklich die Wahl und musste zwangsläufig aus dem Homeoffice arbeiten. Und es war wirklich nicht immer einfach, Arbeit und Kinderbetreuung daheim unter einen Hut zu bekommen. Irgendwann fällt einem dann schon die Decke auf den Kopf.“ – Bettina

„Am Anfang hatte ich kein Problem damit, jeden Tag Zuhause zu arbeiten. Nach einem Monat zehrt es dann aber doch ganz schön an den Nerven und der Disziplin, deshalb bin ich schon froh, wieder im Büro zu sein. Ab und zu Homeoffice ist aber doch ganz praktisch.“ – Katja

Und Martin, der als einziger wirklich jeden Tag ins Büro kommt, fällt das knappe Statement: „Ich habe gelernt, dass es gar nicht so schlimm ist, alleine im Büro zu sein.“

Mittlerweile haben wir eine gute Mischung aus Büro und Homeoffice gefunden; einige arbeiten jedoch weiterhin fast jeden Tag von Zuhause aus, weil es sonst mit der Kinderbetreuung schwierig wird.

Corona drückt auf den Teamzusammenhalt

Apropos schwierig: Sich nicht mehr jeden Tag sehen zu können, zusammen Mittagspause zu machen und ab und zu Team-Events zu veranstalten, drückt schon etwas auf den Teamzusammenhalt und erschwert die Kommunikation. Besonders bei neuen Mitarbeitern fällt das ins Gewicht: Denn da wir Büros in Trier und Mainz haben, besuchen neue Teammitglieder anfangs normalerweise für eine Woche das jeweils andere Büro, um alle Kollegen kennenzulernen. Diese Besuche fallen nun erst einmal weg.

Und auch wenn wir regelmäßig Video-Meetings machen, auf diversen Slack-Channels extrem motivierende Memes verbreiten und die Sammlung an agenturinternen Emojis inzwischen stark vergrößert haben, ersetzt das den persönlichen Kontakt auf keinen Fall. Und das finden alle schwierig:

„Ich finde es praktischer, wenn alle Kollegen im Büro sind. Dann kann man manche Dinge schneller klären.“ – Lea

„Natürlich ist es schon auch schade, die Kollegen so selten zu sehen. Sicher auch nicht optimal für den Teamzusammenhalt.“ – Christiane

„Die Kommunikation untereinander war schwieriger, weil’s oft Missverständnisse gab, hatte ich das Gefühl. Ich habe anfangs unterschätzt, wie viel die Kommunikation im Büro ausmacht.“ – Milena

„Ich bin jetzt kein besonders gesprächiger Mensch, aber selbst mir hat der persönliche Kontakt nach einer Weile schon gefehlt.“ – Katja

Wenigstens eine kleine Grillparty konnten wir im Sommer dazwischen schieben, um uns doch einmal alle persönlich zu sehen. Und Bürohund Mochi, der während der Coronazeit in unserem Trierer Büro eingezogen ist, ist auch sehr hilfreich: Ihr regelmäßige Streicheleinheiten oder kleine Snacks zukommen zu lassen oder sich gemeinsam über sie lustig zu machen, macht auch mit wenigen Kollegen im Büro gute Laune. Und dank digitaler Wichtel-Tools (ja, sowas gibt es tatsächlich) und dem regelmäßigen „Postkutschenverkehr“ zwischen Trier und Mainz, musste sogar das alljährliche Weihnachtsgeschenke-Wichteln in diesem Jahr nicht ausfallen. Gott sei Dank – der Nachschub an Socken war gesichert!


Trotz Corona-Einschränkungen und Homeoffice wurde das Projekt „CMS-Wichteln 2020“ erfolgreich und zu der Zufriedenheit aller Beteiligten abgeschlossen.

Ganz so schlimm war es aber vielleicht doch nicht

Unser Grafiker Jan sieht dieses Jahr übrigens nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel: „Das Jahr 2020 war ein sehr unordentliches Jahr für mich. Im Februar startete nicht nur meine Arbeitslosigkeit, sondern auch die Hochphase des Coronavirus. Zudem war das Frühjahr geplagt von Umzügen, Trennungen und Neuorientierungen beruflicher als auch persönlicher Natur. Was mich nach der Einstellung bei Content Marketing Star am meisten beruhigt hat, war die wiedererworbene Stabilität und der unglaublich herzliche Umgang mit den Kolleg*Innen. Was ich lernen konnte durch diese Situation ist, dass Vertrautheit und herzlicher Umgang nichts mit Distanz zu tun haben, sondern mit der eigenen Einstellung, was man daraus macht. Das Vertrauen in der Agentur ist für mich ein ungewohntes Gefühl. Die Arbeit im Homeoffice ebenfalls, doch durch kontinuierliche Calls und eine sehr gute Kommunikation untereinander war und ist diese Hürde verhältnismäßig leicht zu nehmen.“

Und jetzt?

Mit diesen netten Worten (Danke, Jan!) kommen wir dann auch schon zum Ende dieses Beitrags. Und? Wie geht es nun weiter? Das weiß wahrscheinlich niemand so genau. Machen wir einfach das Beste draus. Das Leben steht nicht still, und „The Day After Corona“ kommt sicher. Viele Aktionen, Messen und Events müssen dann nachgeholt, Verluste wieder ausgeglichen werden. Nutzen Sie die Zeit bis dahin, um sich mit einer digitalen Marketingstrategie für Ihr Unternehmen auseinander zu setzen – und vielleicht auch schon die ersten wichtigen Schritte in die digitale Welt zu gehen.

Falls Sie sich dabei schwertun: Wir beraten Sie gerne, auch aus dem Homeoffice! Und auch im Jahr 2021 – das hoffentlich für alle wieder in etwas gewohnteren Bahnen verlaufen wird – stehen wir Ihnen gerne bei allen Ihren digitalen Vorhaben zur Seite.

Das ganze Team von Content Marketing Star wünscht Ihnen ein versöhnliches Jahr 2021 mit viel Gesundheit, viel Glück und viel Erfolg. Und wir hoffen, dass Sie all das, worauf Sie 2020 – persönlich oder beruflich – leider verzichten mussten, im neuen Jahr ausreichend nachholen können!