So wird Ihr Blogartikel in den Suchergebnissen ganz oben landen

Wenn Sie möchten, dass Ihr Blogbeitrag unter den ersten Suchergebnissen bei einer Suchmaschine wie Google auftaucht, dann muss er relevant sein. Das alleine reicht allerdings noch nicht aus, denn sicherlich gibt es zu dem von Ihnen präferierten Suchbegriff bereits einige Ergebnisse von anderen Anbietern. Die Konkurrenz ist groß.

Die erste Seite bei Google bietet im Moment genau zehn Plätze. Wenn 50 oder mehr Unternehmen um diese Plätze kämpfen, kann es nur für zehn davon einen Platz auf der ersten Seite geben. Die Ergebnisse auf Seite eins bei Google unterliegen einer Dynamik. Je interessanter der Suchbegriff ist, desto mehr Anbieter werden darum kämpfen, den begehrten Platz auf der ersten SERP (Search Engine Result Page) bzw. Suchergebnisseite zu bekommen.

Deshalb ist es unseriös zu versprechen, dass man mit einem bestimmten Suchbegriff garantiert auf die erste Seite gelangen kann. Sie können es anstreben und es dürfte in den meisten Fällen auch gelingen, aber es ist nicht möglich, Google mit einem Trick oder einem Kniff zu überlisten.

Blogartikel positionieren mit dem 7-Punkte-Plan

In früheren Artikeln haben wir bereits alle Parameter für einen guten Blogbeitrag diskutiert und genau erklärt, welche Eigenschaften im Text für eine bessere Auffindbarkeit sorgen. Dazu sollten die für den Suchenden relevanten Begriffe im Blogartikel sofort erkennbar sein. Der Titel, die Überschriften und der erste Absatz sollten für den Leser sofort das wiederspiegeln, wonach er gesucht hat. Das ist das moderne SEO (Search Engine Optimization). Die Suchmaschinen versuchen mit immer größerem Erfolg nicht nur Worte zu finden, sondern auch die Suchabsicht des Benutzers zu erraten.

Deshalb wollen wir bei der Erstellung von Blogartikeln die Erwartung der Zielperson vorausdenken und sozusagen im vorauseilenden Gehorsam bedienen. Wir wollen genau die passende Antwort auf die in der Suchmaschine gestellte Suchanfrage liefern. Wenn das gelingt, wird nicht nur die Zielperson den Artikel schätzen, sondern auch die Suchmaschine.

Selbst wenn Sie alles richtig gemacht haben, kann es sein, dass ihr Blogbeitrag nicht sofort auf der ersten Seite erscheint. Das liegt daran, dass es auch externe Parameter gibt, die den Wert eines Beitrags aus Sicht der Suchmaschine beeinflussen. So können etwa Links von anderen relevanten Seiten, die zu dem eigenen Blogbeitrag verweisen, dessen Bewertung verbessern.

Eine einfache Methode, um auf die erste Seite zu kommen, ist, die aktuell besten Beiträge qualitativ zu übertreffen. Man nennt diese Methode „skyscraper method“, denn sie basiert auf der Idee, immer höhere Türme zu bauen und vorhergehenden Content zu überragen. Dazu empfehle ich einen einfachen 7-Punkte-Plan:

  1. Geben Sie das gewünschte Suchwort ein. Nutzen Sie dafür auf jeden Fall ein Inkognito-Fenster, damit Ihr sonstiges Suchverhalten nicht das Ergebnis verfälscht. Öffnen Sie die ersten fünf angezeigten Beiträge.
  2. Lesen Sie diese Beiträge aufmerksam und machen Sie sich Notizen, wie darin der Suchbegriff verwendet wird.
  3. Achten Sie nicht nur auf die wortwörtliche Nutzung des Suchwortes, sondern auch auf weitere verwandte und relevante inhaltliche Aspekte.
  4. Entwickeln Sie zu jedem der Beiträge ein bis drei Ideen, wie man diesen Beitrag verbessern könnte.
  5. Nutzen Sie die so entstandenen Punkte als Checkliste, um einen neuen, besseren, längeren, unterhaltsameren und informativeren Artikel aufzusetzen.
  6. Verwenden Sie bessere Bilder, Videos sowie interne und externe Links, um den neuen Artikel nach allen Regeln der Kunst weiter aufzuwerten.
  7. Sorgen Sie dafür, dass andere Seiten mit hohem Renommee auf Ihre Beiträge verweisen.

Veröffentlichen Sie den neuen Artikel und nutzen Sie Social Media oder eine kurz laufende Werbekampagne, um ihn bekannt zu machen. Beobachten Sie in wöchentlichen Abständen seine Entwicklung.

Ihr Suchergebnis ist nicht absolut

Je nachdem, von welchem Land aus Sie Google benutzen, werden andere Ergebnisse dargestellt. Ihren Standort erkennt Google über die IP-Adresse, die jedes Gerät zugeteilt bekommt, wenn es sich mit dem Internet verbindet. Das ist aus der Perspektive der Nutzer sehr sinnvoll, kann aber für unsere Zwecke  hinderlich sein.

Um professionell zu messen, an welcher Stelle der Suchergebnisse einzelne Artikel stehen, gibt es eine Reihe von Werkzeugen am Markt.

Ranking und Suchbegriffe für Blogartikel überwachen

Ein etabliertes Werkzeug ist Sistrix. Sie können es nutzen, um die Entwicklung der Positionierung Ihrer Beiträge in Suchmaschinen zu messen. Die Ergebnisse, die Sistrix liefert, sind aus zwei Perspektiven wertvoll.

Zum einen bekommen Sie einen Überblick aus der Perspektive des Suchwortes. Das bedeutet, dass Sie sehen können, welche Ergebnisse bei der Eingabe bestimmter Suchbegriffe erscheinen. Das klingt auf den ersten Blick profan, weil man das ja auch ohne weitere Hilfsmittel sieht, wenn man bei Google einen Suchbegriff eingibt. Allerdings ist es hier möglich, diese Ergebnisse ohne die Verfärbungen durch den eigenen Standort und die eigenen Suchgewohnheiten zu sehen. Sistrix ermöglicht es, die Suchergebnisse aus allen relevanten Ländern zu sehen.

Zum anderen bekommen Sie die Ergebnisse aller tatsächlich verwendeten Suchworte pro Website. Wenn Sie also beispielsweise die Adresse Ihrer Firmenwebseite eingeben, bekommen Sie eine Liste der Suchworte, die zu Ihnen führen. Zu jedem Suchwort bekommen Sie zusätzlich seine Bedeutung hinsichtlich der Häufigkeit und des Wettbewerbs angezeigt. Sie können also sehen, welche Suchbegriffe mit Ihrer Seite in Verbindung stehen und wie oft diese Suchbegriffe tatsächlich verwendet werden.

Dieses Werkzeug bietet eine solide Grundlage, um ernsthaft Ergebnisse zu messen und die Auswirkungen Ihres Content-Marketings auf die Entwicklung Ihrer Sichtbarkeit in Ihren Zielmärkten genau zu verfolgen. Außerdem bekommen Sie eine Übersicht der externen Links, also aller Seiten, die auf Ihren Beitrag verlinken.

Plugin für bessere Suchergebnisse: Yoast

Wenn Sie Ihren Blog mit dem Content-Management-System „WordPress“ betreiben, empfehle ich Ihnen das kostenlose Ergänzungsprodukt „Yoast“. Dieses sogenannte Plugin ermöglicht es, die einzelnen Beiträge und Seiten bereits bei ihrer Erstellung zu optimieren. Allerdings ist es im Moment nur in englischsprachiger Version erhältlich.

Sie legen ganz einfach einen Suchbegriff fest, und Yoast gibt Ihnen sofort Rückmeldungen, welche Verbesserungen empfohlen werden. Außerdem können Sie das Suchergebnis, wie es später in Google angezeigt werden wird, genau festlegen. Sie können den Seitentitel, die Anzeige der URL und die ersten beiden Zeilen des Suchergebnisses direkt eingeben. Dadurch ist es wesentlich leichter, den Suchenden einen guten ersten Eindruck zu liefern, der zum Klick auf das Suchergebnis führen soll.

Das Plugin liefert Ihnen noch vor der Veröffentlichung des Blogartikels eine Checkliste mit allen guten Eigenschaften des Textes und allen Punkten, an denen Sie noch arbeiten sollten. Die Rückmeldung erfolgt über einen Farbcode rot, orange und grün. So bekommen auch weniger erfahrene SEO-Anwender eine ganz klare Anleitung, wie man einen Blogartikel aus Sicht von SEO optimiert.

Weiterhin bietet Ihnen dieses kleine Ergänzungsprodukt die Möglichkeit, das Bild und den Text für Social Media vorzugeben. Wenn später ein Leser den Beitrag teilt, können Sie mit diesem Werkzeug bereits vorbestimmen, welches Bild und welcher Text jeweils in den unterschiedlichen Plattformen facebook, Google+ und Twitter angezeigt werden soll.

Plugin zur Kontrolle des Rankings: Bananacontent

Einen Schritt weiter geht das kostenpflichtige Werkzeug „bananacontent“, das etwa 10 Euro pro Monat kostet. In gewisser Weise ist dieses Produkt eine Erweiterung von Yoast. Das Plugin funktioniert ebenfalls nur mit WordPress-Blogs und geht bei der Analyse des Artikels noch mehr in die Tiefe.

Mit bananacontent können Sie nicht nur das Keyword auswählen, sondern Sie bekommen zusätzlich auch noch eine Einschätzung seiner Relevanz sowie Anregungen, welche anderen Keywords ebenfalls passend und vielleicht sogar besser geeignet wären.

Außerdem überwacht das Plugin das Ranking zum gewählten Keyword und zeigt Ihnen im Laufe der Zeit an, von wo auf Ihren Artikel verlinkt wird. So können Sie direkt beim Erstellen und der späteren Weiterentwicklung wichtiger Artikel auf Leistungsdaten der einzelnen Beiträge zurückgreifen. Auch ohne detaillierte SEO-Kenntnisse bekommen Sie auf diese Weise eine genaue Rückmeldung zur Platzierung Ihrer Artikel bei Google und deren Verlinkung durch externe Beiträge.

Man muss allerdings sagen, dass bananacontent nicht nicht immer korrekt analysiert: So werden uns häufig noch angeblich fehlende Optimierungen (z.B. ein fehlendes Alt-Attribut eines Bildes) angezeigt, obwohl dies längst geändert wurde. Grundsätzlich sind die Tipps aber hilfreich, um sich immer wieder an alle Optimierungsmöglichkeiten zu erinnern.

Damit ist dieses Plugin ein praktisches Werkzeug, das bei der konsequenten Anwendung der bereits beschriebenen Optimierungstechniken eine praktische Hilfe leistet.


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Fachbeiträge gezielt einsetzen, um Blogartikel sichtbar zu machen

Vermutlich ist Ihre Webseite bzw. Ihr Blog nicht der einzige Ort, an dem zu diesem Thema interessante und wertvolle Beiträge entstehen. Neben den Marktbegleitern dürfte es auch andere Blogs und Online-Präsenzen geben, auf denen man zu einzelnen oder allen Ihrer Keywords Beiträge findet.

Hier leistet das soeben beschriebene bananacontent ebenfalls einen guten Dienst, weil es für das gewählte Suchwort anzeigt, welche anderen Blogs und Seiten gute Orte für zusätzliche Promotion wären. Sie können aber auch manuell eine Liste von relevanten Blogs erstellen und damit arbeiten.

Das Prinzip ist sehr einfach. Zunächst nehmen Sie sich vor, in regelmäßigen Abständen die neuesten Beiträge bestimmter Blogs zu überfliegen. Sofern ein für Ihr Thema relevanter Beitrag dabei ist, kommentieren Sie diesen Beitrag.

Bitte achten Sie darauf, dass es eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema ist und nicht nur ein plumper Standard-Kommentar, der auch als SPAM beziehungsweise simple Werbung enttarnt werden kann. Gehen Sie auf den Artikel ein. Gegensätzliche Meinungen sind nicht verpönt, solange der Stil der Diskussion wertschätzend ist. Jeder Kommentar hat außer Ihrem Namen auch einen Link zu Ihrem Blog oder zu einem bestimmmten Blogartikel. So können Sie die Aufmerksamkeit der Leser des anderen Blogs zu einem ergänzenden oder vielleicht sogar im Wettstreit stehenden Artikel lenken.

Qualität des Contents setzt sich durch

Diese Form des sogenannten →Linkbuildings kann entscheidend dazu beitragen, dass Ihre Inhalte von der Zielgruppe gesehen und – sofern die Qualität stimmt – weiter geteilt bzw. verlinkt werden. Die Voraussetzung ist, dass Sie und Ihr Team nicht nur Links verteilen, sondern als echter Kommunikationsparter zu Ihrem Thema zur Verfügung stehen.

Lassen Sie sich auf Diskussionen ein. Liefern Sie zusätzliche Inhalte und Ergänzungen, wenn es zum ursprünglichen Beitrag passt. Der Zusammenhang sollte direkt sein und nicht an den Haaren herbeigezogen wirken. Streuen Sie nicht nur Links zu Ihren eigenen Beiträgen, sondern auch zu gelungenen Blogartikeln Dritter ein, die nichts mit Ihnen zu tun haben. So etablieren Sie sich als Drehscheibe zu Ihrem Thema.

Laden Sie den Wettbewerb zu sich ein

Die Idee des Content-Marketings ist bekanntlich auf dem Prinzip der → Reziprozität aufgebaut, wonach man erst gibt und dann nimmt. Das gilt auch für Gast-Autoren. Laden Sie Dritte ein, auf Ihrem Blog einen passenden Beitrag zu veröffentlichen. Diese Dritte können Betreiber anderer Blogs zu Ihrem Thema sein oder Autoren, die auf andere Weise relevant für Ihr Thema sind.

Im Gegenzug werden Sie ebenfalls früher oder später als Autor auf andere Seiten eingeladen werden. Evtl. begünstigen Sie diese Entwicklung, indem Sie eine sogenannte Blogparade starten. Rufen Sie ein Thema aus und bitten Sie andere Autoren, einen Artikel dazu zu schreiben und auf dem eigenen Blog zu veröffentlichen. Bitten Sie außerdem darum, in jenen Artikeln zu Ihrem Aufruf zur → Blogparade zu verlinken und bieten Sie im Gegenzug an, jeden Beitrag unter Angabe des Autors und des Blogs ebenfalls zu verlinken. So entsteht eine gegenseitige Verlinkung von hoher Qualität, weil für den Leser eine ganze Parade von Blogbeiträgen zu einem ganz bestimmten Thema auffindbar wird. Diese thematische Dichte wird von Suchmaschinen positiv bewertet, sodass alle Beteiligten einer Blogparade zu diesem Thema oder Begriff aufgewertet werden.

Blogartikel: Nach der Optimierung ist vor der Optimierung

Weil diese Art der Verbesserung von Suchergebnissen kein einmaliger Prozess ist, der nach einmaliger Durchführung ein bestimmtes und festes Ergebnis liefert, muss jeder ernsthaft an Sichtbarkeit interessierte Marktteilnehmer immer wieder aktiv werden.

Es ist sicherlich nicht nötig, alle paar Tage das Ranking zu überprüfen, doch sollten Sie es zum Teil Ihres regelmäßigen monatlichen Controllings machen, die Entwicklung des Rankings Ihrer wichtigsten Suchworte zu messen. Anhand der Entwicklungstrends können Sie dann gezielt den Redaktionsplan anpassen und zu den wichtigsten Suchbegriffen Ihres Themenfeldes konsequent an Ihrer Sichtbarkeit arbeiten.