Jeder kann einen guten Blog schreiben – auch Sie! Haben Sie es schon einmal versucht? Dann wissen Sie, dass die ersten Schreibversuche eine echte Herausforderung sein können. Haben Sie allerdings erst einmal ein Gespür für Aufbau und Inhalt bekommen, wird das Schreiben zum Kinderspiel. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie beim Blog schreiben achten sollten und welche Tipps Ihnen die Arbeit erleichtern.

Den Nutzen im Blick

Was wollen Sie Ihren Lesern mitgeben? Was ist der Nutzen, den sich Ihre Zielgruppe von Ihrem Text versprechen darf? Diese Frage ist die erste, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie damit beginnen, einen Blogartikel zu schreiben. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang: Konzentrieren Sie sich lediglich auf einen kleinen Teil Ihres Fachwissens, den Sie dann detailliert beleuchten. Falls Sie sich noch an unseren Beitrag zur Keywordrecherche erinnern, wissen Sie, dass Ihre Zielgruppe in der Regel nach der Lösung für ein ganz bestimmtes Problem sucht.

Hüten Sie sich auch davor, sich selbst in den Mittelpunkt Ihrer Blogbeiträge zu stellen, sondern konzentrieren Sie sich auf die Sichtweise Ihrer Leser. Beiträge zu Themen wie „Warum ich der tollste Heizungsbauer bin“, sind alles andere als zielführend. Stattdessen ist es deutlich sinnvoller, zu jeder möglichen Problemstellung Ihrer Zielgruppe einen eigenen detaillierten Lösungsweg vorzustellen. Im Fall des Heizungsbauers gelingt das zum Beispiel mit Themen wie „Heizkosten reduzieren leicht gemacht“ oder „Worauf Sie beim Heizungskauf achten sollten“. Suchen Ihre potenziellen Kunden im Internet nach diesen Begriffen und stoßen dann auf Ihren Text, erhalten sie genau den Nutzen, den sie sich erhofft haben; und Sie bekommen die Chance, sich als Fachmann für die Fragen Ihrer Zielgruppe zu positionieren.


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Wie Sie die passenden Themen finden

Sie haben eine Menge Fachwissen, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Dann ist es an der Zeit, Ordnung in das Chaos zu bringen. Überlegen Sie sich: Wonach fragen Ihre Kunden Sie im Alltag? Auf welche Themen werden Sie immer wieder angesprochen? Sicher fällt Ihnen in diesem Zusammenhang einiges ein, was Sie sich als grobe Ideensammlung aufschreiben können.

Ausgehend von diesen Ideen haben Sie mehrere Möglichkeiten, um die jeweiligen Themen bestmöglich aufzuarbeiten. Zwei davon möchten wir Ihnen nun vorstellen:

  1. Konkrete Lösungsideen für Ihre Zielgruppe: Widmen Sie jedem der häufigsten Probleme Ihrer Zielgruppe einen eigenen Beitrag, der einen konkreten Lösungsansatz bereitstellt. Beispiel: „Die Gründe für wenig Traffic auf Webseiten – und wie Sie kostengünstig Abhilfe schaffen.“
  2. Ein Aggregat von Inhalten, Quellen und Meinungen, die Lösungen anbieten: Ob Bücher, Webseiten oder praktische Tools – es gibt jede Menge verlockende Angebote, die versprechen, bei typischen Problemen Ihrer Zielgruppe hilfreich zu sein. Diese Tatsache können Sie nutzen, indem Sie Ihren Lesern mit einer Marktübersicht und/oder persönlichen Bewertungen den Überblick erleichtern. Beispiel: „Die besten und schlechtesten Apps für Unternehmer – eine Übersicht.“

Idealerweise erstellen Sie vor dem Verfassen des ersten Blogbeitrags einen Redaktionsplan, in dem Sie unter anderem die einzelnen Themen, den geplanten Veröffentlichungstermin sowie das SEO-relevante Keyword festhalten. Wie wichtig ein solches Keyword für den Erfolg Ihrer Blogartikel ist, haben wir in diesem Artikel bereits erörtert.

Geben und nehmen: Wie Sie den Call to Action für Ihre Zwecke nutzen können

Zeit ist Geld, und vermutlich tragen Sie sich nicht nur aus purer Nächstenliebe mit dem Gedanken, einen Blog ins Leben zu rufen. Viele Unternehmer möchten beispielsweise E-Mail-Adressen sammeln, um potenzielle Interessenten in der Folge mit informativen Nachrichten an sich zu binden.

Behalten Sie Ihr übergeordnetes Ziel beim Blog schreiben immer im Auge und nutzen Sie Ihre Beiträge, um die Leser zu einer bestimmten Aktion aufzufordern. Diese Aufforderung nennen wir im Content Marketing Call to Action und es könnte sich dabei beispielsweise um die Einladung handeln, im Tausch gegen die E-Mail-Adresse ein Dokument mit weiteren Informationen herunterzuladen. Andere Ideen wären die Aufforderung, einem bestimmten Link zu folgen, die Einladung, einen Beitrag zu kommentieren oder die Bitte, sich einfach direkt bei Ihnen zu melden.

So verlockend es auch sein mag: Widerstehen Sie dem Drang, gleich mehrere solcher Aufforderungen auf einmal in den Ring zu werfen. Machen Sie Ihren Lesern die Zustimmung stattessen so einfach wie möglich und konzentrieren Sie sich auf eine einzige Handlungsaufforderung, die für Ihre Leser mit einem klaren Nutzen verbunden ist. Sei es ein unverbindliches Beratungsgespräch, ein kostenfreies eBook oder der Hinweis auf regelmäßige spannende Informationen – Ihnen fallen sicher einige Möglichkeiten ein, wie Sie Ihre Leser mit einem klaren Mehrwert begeistern können.

Worauf Sie beim Blog schreiben in jedem Fall achten sollten

Überschrift:

Eine gute Überschrift macht Lust auf mehr. Sie verrät, worum es in einem Artikel geht und verspricht einen konkreten Nutzen. Beispiel: „Drei Tipps, wie Einzelhändler innerhalb von zwei Wochen merklich mehr Umsatz generieren.“

Stellen Sie sich vor dem Veröffentlichen des Artikels deshalb folgende Fragen:

  • Wird in der Überschrift ein klares Nutzenversprechen angeboten?
  • Macht die Überschrift klar, worum es in dem Beitrag geht?
  • Wird in der Überschrift sofort deutlich, für wen der Beitrag gedacht ist?

Der erste Absatz:

Der erste Absatz entscheidet darüber, ob Ihre Zielgruppe den Beitrag liest oder gleich wieder wegklickt. Achten Sie bei der Formulierung auf die folgenden drei Stilelemente:

  • Eröffnungssatz: Wählen Sie eine Aussage, die das Herz Ihrer Zielgruppe höherschlagen lässt und den Leser in Ihren Artikel hineinzieht.
  • Nutzenversprechen: Greifen Sie in den ersten Sätzen Ihres Artikels das Nutzenversprechen aus der Überschrift auf und klären Sie, was den Leser genau erwartet.
  • Ankündigung: Falls Sie Ihren Lesern am Ende des Artikels noch Zusatzmaterial zum Download oder einen anderen Mehrwert anbieten, kann es sinnvoll sein, bereits im ersten Absatz darauf hinzuweisen.

Zwischenüberschriften:

Das Auge isst mit – und auch beim Schreiben ist es wesentlich, dass die Optik stimmt. Gliedern Sie deshalb Ihren Beitrag in einzelne Teile, die Sie mit Zwischenüberschriften voneinander trennen. Das lockert nicht nur den Text auf, sondern Ihre Leser wissen auch jederzeit genau, worum es in welchem Abschnitt geht. Ein weiterer Vorteil: Aussagekräftige Zwischenüberschriften dienen als Wiedereinstiegsmöglichkeit, wenn ein Leser damit beginnt, den Text nur noch zu überfliegen und nach unten zu scrollen.

Das Fazit:

Nachdem Sie die Detailfragen geklärt haben, haben Sie nun die Möglichkeit, die Lösung für die gewählte Problemstellung Ihrer Kunden noch einmal kurz zusammenzufassen. Außerdem sollten Sie an dieser Stelle in jedem Fall daran denken, den bereits angesprochenen Call to Action – also die konkrete Handlungsaufforderung für Ihre Leser – einzufügen. Ziehen wir unser Beispiel der „drei Tipps, wie Einzelhändler innerhalb von zwei Wochen mehr Umsatz generieren können“ heran, könnten Sie beispielsweise schreiben: „Falls Sie noch von vier weiteren Tipps für mehr Umsatz profitieren möchten, laden Sie sich hier unser kostenloses eBook herunter…“


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Macht das Lesen Spaß?

Eine der größten Schwierigkeiten, mit denen sich Verfasser von Blogbeiträgen konfrontiert sehen, ist es, die Sichtweise ihrer Leser im Blick zu behalten. Denken Sie beim Blog schreiben deshalb immer daran, dass Ihre Leser längst nicht über die Expertise verfügen, die Sie sich im Laufe der Zeit angeeignet haben – sonst müssten sie Ihren Blog schließlich gar nicht erst öffnen. Und wenn Ihre Zielgruppe Ihren Ausführungen mangels Fachwissen nicht folgen kann, wird sie Ihren Beitrag schneller wegklicken, als Ihnen lieb ist.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass Sie beim Blog schreiben auf Hilfe von Menschen vertrauen, die nichts mit Ihrem Fachgebiet zu tun haben. Geben Sie zumindest die ersten Artikel einem Außenstehenden zu lesen, um zu sehen, ob er Ihre Gedanken nachvollziehen kann. Wenn er den Blogbeitrag versteht und bestenfalls sogar Spaß am Lesen hat, können Sie guten Gewissens davon ausgehen, dass Sie sich nicht in irrelevanten Detailfragen und Fachbegriffen verloren haben, sondern einen wertvollen und verständlichen Artikel ins Netz stellen.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie einen Blog schreiben, der von Ihrer Zielgruppe gerne gelesen wird? Dann laden Sie sich hier unsere Checkliste für einen guten Blogbeitrag herunter, in der wir genau aufgelistet haben, auf was Sie hinsichtlich Inhalt und Form achten sollten.

Bildquelle Titelbild: © fotolia / golubovy

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